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Lebensraum Südheide / Nachlese |
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FritzEndl: Die
Treffpunkt war um 14.00 Uhr am Hauptplatz in Hennersdorf, wo ab 10.00 Uhr ein Viktualienmarkt (ein Lebensmittelmarkt) stattfand.
Wir besichtigten mit Susanne Kühn die malerische Dornauer Mühle (
Unsere Wanderung führte uns durch die am Abhang des Wienerwaldes gelegenen Weingärten der Thermenregion in Gumpoldskirchen. Ein Südheide-Ausflug zum Landschaftgenießen, Netzwerken und geselligen Beisammensein. Hin ging es durch den Wienerwald, zurück auf dem bekannten Wasserleitungsweg, von wo wir während des Ausflugs die wunderbare Aussicht auf unsere Südheide genießen konnten. Unser Ziel war die idyllisch anmutende Weingartenhütte von Hans Bednar, auch dort eine tolle Aussicht, wo wir von Hans mit selbstgekeltertem Wein und einer Jause toll bewirtet wurden – vielen Dank!
Bei dieser Südheide-Veranstaltung gab es Statements von vier Referenten: von Gerhard Horvath über den U1-Ausbau, von Herbert Hofer über die Pottendorfer Linie, von Christian Apl über die Pläne für einen Elektrobus in Perchtoldsdorf und von Josef Bednarik über die Bemühungen zum Erhalt der Kaltenleutgebnerbahn. Brigitte Krenn schickte schriftlich (da verhindert) Verbesserungsvorschläge für Flughafenschnellbahn S7. Außerdem gab es auch von den anderen Anwesenden spannende Diskussionsbeiträge.
Foto: v.l. Josef Bednarik, Christian Apl, Gerhard Horvath, Alois Bauer
FritzEndl: Gerhard Horvath, Obmann des Vereins "Südheide" und angestellt bei den Wiener Linien referierte über mögliche Erweiterungen von schienengebundenen Verkehrsmittel von Wien in den Süden (z.B. U1-Verlängerung). An den Aus-/Neubau von tangentialen Streckenführungen wie sie beim Agenda21-Vortrag am 17.3.in Liesing vorgestellt worden sind ("Speckgürtelbahn-Südheide") sei dabei kaum gedacht. KimMeyerCech: Ich stimme zu, dass Entscheidungen, die nur "von oben" getroffen werden, in der Verkehrsplanung nicht mehr zeitgemäß sind. In der Raumplanung, wo ich tätig bin, wird nun viel diskutiert über neue Steuerungsformen, Stichwort Regional Governance, wo hoheitliche Instrumente/AkteurInnen mit nicht-hoheitlichen ergänzt werden - auch darüber sollte vermehrt diskutiert werden.
"Der Raum im Wiener Süden zwischen den Süd- und Ostbahnachsen - die Südheide - unterliegt starken Siedlungsaktivitäten. Von Verwaltungsseite aus reagiert man mit klassischen Konzepten: gesteigerter Straßenbau. Die alte Kulturlandschaft der Südheide wird vermehrt zum von Straßen durchtrennten Speckgürtel. Die Vortragenden stellen ihre Gegenidee für einen zukunftsfähigen Personenverkehr zur Verbidnung dieses Raumes in sich und mit Wien vor - aus verkehrsplanerischer und eisenbahntechnischer Sicht." FritzEndl: Es war eine sehr informative Präsentation und Diskussion mit ca 25 Anwesenden. Bei genügend politischem Willen wäre ein tangentialer Bahnbetrieb (ähnlich der Badnerbahn) als Ergänzung zu den Radialverbindungen auch wirtschaftlich sinnvoll. In einigen europäischen Städten gibt es diese "Speckgürtelbahnen" schon (der Begriff wurde als unpassend kritisiert), besonders Karlsruhe ist beispielhaft. In Paris wird sogar schon eine tangentiale "Güter-Bim" geplant. Das wurde leider in Wien auf Bürgermeisterebene abgelehnt. Sachgründe sind unbekannt, obwohl Güterverkehr auf Wiens Schienen früher schon durchgeführt worden ist.
Ein spannender Abend im Gasthaus Goldener Anker in Leopoldsdorf mit DI Andreas Hacker vom Stadt-Umland-Management (SUM) Wien-Niederösterreich: DI Hacker gab einen Überblick über die raumrelevanten Pläne und Konzepte auf Landes-, Regions- und Gemeindeebene, referierte über die seit zwei Jahren institutionalisierte SUM, das ist eine Kommunikationsplattform für die niederösterreichischen Umlandgemeinden und die Wiener Stadtrandbezirke. Aber SUM ist nicht "nur" Kommunikation, sondern geht auch in die Umsetzung: im Rahmen des "Handlungskonzept Grünräume im Südraum Wien" sollen nun sechs Projekte, u.a. die Grünraumvernetzung Petersbach, umgesetzt werden. In der Diskussion über raumplanerische Belange in der Südheide wurden z.B. Möglichkeiten der Vetragsraumordnung oder die Frage, ob in die Gemeinden in unserer Region weiter verdichtet werden sollen oder nicht, behandelt. Die Bedeutung unseres Südheide-Netzwerkes als Multiplikator für raumplanerisches Wissen wurde betont.
Foto: v.r. DI Andreas Hacker, Gerhard Horvath, Robert Schwind
Foto: Diskussion mit DI Andreas Hacker vom SUM Wien-Niederösterreich
Die Exkursion zum Freizeitgelände Ebergassing wurde von Bürgermeister Roman Stachelberger und Rudolf Bauer begleitet. Gemeinsam mit arbeitslosen Jugendlichen begann Rudolf Bauer vor 10 Jahren die ehemalige Mülldeponie in ein ausgedehntes Freizeitgelände umzuwandeln, unterstützt von der Gemeinde Ebergassing, LehrerInnen und SchülerInnen der Hauptschule sowie dem Kindergarten. Die kommunale Eigenleistung hielt die Kosten des Projektes niedrig. So entstanden u.a. ein Rodelberg, ein Bioptop, ein Natureislaufplatz, eine Fußball- und Beachvolleyballanlage, ein Meditationsweg, vor allem aber: viel Platz mit Wald und Wiese, wo die jungen Leute gestalten können, ohne dass sie gleich als Problem gesehen werden.
Foto: Rudolf Bauer führt durch das Freizeitgelände Ebergassing
Foto: v.l.: Bgm. Roman Stachelberger, Gerhard Horvath, Hans Bednar, Christoph Lampert, Hannelore Bauer
Foto: Beim Biotop
Die "Wüste", zwischen Mannersdorf und Hof am Leithagebirge gelegen, ist ein ziemlich ungewöhnlicher Ort für unsere Gegend, hat etwas von Südfrankreich an sich: die Steinmauern eines halbverfallenen Klosters, das sich über ein riesiges Areal ausbreitet, Ziegenherden, mächtige Platanen und, ein bisschen höher auf dem Berg, eine Burgruine, von der aus man die Südheide von oben sieht.
Foto: Über 20 Südheide-Interessierte nahmen an dieser interessanten Wanderung teil.
Foto: Die Südheide von oben gesehen.
Foto: Wüste bezieht sich auf die Eremitagen des Klosters St. Anna
Das letze Treffen von Lebensraum Südheide, zwar ein parteiunabhängiges Netzwerk, fand in Kooperation
Foto: Der Gastexperte Wolfgang Lauber (li) mit den Gemeinderäten Christoph Lampert und Günther Hoppenberger (Grüne).
Bei dieser Sitzung ging es um Erfolgsgeschichten der Mitglieder und wie wir bessere Medienpräsenz mit unseren vielen Aktivitäten erreichen könnten. Fritz Endl berichtete ausführlich von den Möglichkeiten des DorfWiki
Ein Hauptpunkt dieses Treffens war der informative und kritische Vortrag von Brigitte Krenn zur dritten Piste beim Flughafen Schwechat, dem eine spannende Diskussion folgte. Der Entwurf des Südheide-Folders wurde präsentiert.
mit BürgermeisterInnen und Entscheidungsträgern aus der Südheide
Projekt Grünraumvernetzung Petersbach
Auf Initiative des Vereins "Lebensraum Südheide" hat der Wasserverband Petersbach die Firma ezb mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum naturnahen Rückbau des Petersbachs in seinem gesamten Verlauf beauftragt. Ziel ist es, im gesamten Verlauf des Petersbaches nach Maßgabe der örtlichen Möglichkeiten - den Hochwasserschutz - die Gewässergüte - eine Grünraumverbindung zwischen Perchtoldsdorf und Maria Lanzendorf herzustellen. Der Nutzen für die Gemeinden liegt neben dem Hochwasserschutz in der Möglichkeit, ein höchst attraktives Freizeitangebot (neue Wander-, Radwegeverbindungen) zu erhalten. Die Natur profitiert aus der Tatsache, dass die von der EU geforderte Verbesserung der Gewässergüte (Ziel: 2015) erreicht wird, der Tierwelt wird durch entsprechende Maßnahmen Zugänglichkeit zum Wasser und Ruhe geboten.
Konstituierende Sitzung des Vereins Lebensraum Südheide
Foto: (von li) Herbert Hofer, Bgm. Kremzar, Hans Bednar, Kim Meyer-Cech, Peter Pinka, Gerhard Horvath
Büchertisch beim Weihnachtsmarkt im Migazzihaus in Wr. Neudorf
Interview für die ORF-Sendung Land&Leute, 2005
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