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Bezirksjournal –Favoriten 26.4.1997
(Text unter einem Foto von „Auf der Suche nach neuen Perspektiven für den „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“: Mag.Anton Tantner und Grätzl-Punkt-Gründer Fritz Endl. (Foto EBC) 10.000 Menschen wohnen im Triesterviertel. Das sind so viele, wie in der Hauptstadt des Burgenlandes. Auf diese Leute zuzugehen, mit ihnen zu sprechen, ihnen zuzuhören und vielleicht auch zu helfen, dazu hat FritzEndl den „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ in der Knöllgasse 29 gegründet. Für die Politiker des Bezirks ist FritzEndl nicht ganz „problemlos“. Zu sehr weichen seine Pfade manchmal von den eingefahrenen Geleisen kommunalpolitischen Denkens ab. Sein Weg zur Grätzlgemeinschaft kennt keine bürokratischen Normen und keine parteipolitischen Rücksichten. Sein erklärtes Ziel ist der Weg selbst und nicht ein Plätzchen im sozialen Versorgungspool der Gemeinde. „Die Menschen zum Denken, Sehen und Hören zu bringen – das ist unsere Aufgabe!“ Diesen Ausspruch Rosa Jochmanns machte FritzEndl zum programmatischen Motto seines Grätzlpunkts, der seit rund einem Jahr den Namen der großen alten Dame der österreichischen Sozialdemokratie trägt. Ins „rote Eck“ läßt sich FritzEndl allerdings nicht stellen. Er ist für alle da. Für Zuwanderer ebenso, wie für alteingesessene Favoritner vom Grund. Er schaut nicht ins Parteibüchl, sondern den Menschen auf den Mund und ein bisserl auch ins Herz. Vor einigen Monaten hat das Team von FritzEndl Zuwachs bekommen. Der gelernte Historiker Mag.Anton Tantner versucht, durch einzel- und Gruppengespräche eine „oral history“ des Triesterviertel zu erarbeiten. Aufbauend auf Interviews sollen ca. zehn kurze Geschichten entstehen, die Aspekte des Lebens von gestern beleuchten. Erzählt werden sollen diese Geschichten in den Wirtshäusern des Grätzels, um sie den Menschen, die sie erzählt haben, zurückzuführen. Wenn sie bereit sind, ihre ganz persönliche Geschichte beizutragen, wenden Sie sich Montag bis Donnerstag 9-13 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 17-19 Uhr, an den „Grätzl-Punkt Rosa Jochmann“ in der Knöllg.29, Tel. 603 96 54
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