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Herausforderungen für die europäische Informationsgesellschaft auf Anregung von LaurentStraskraba

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Beitrag der IKT zur Erfüllung der Lissabonner Ziele   
Relevante Themen der Politik für die Informationsgesellschaft   
1. Inhalte und Dienste   
2. Digitale Integration und Bürgerbeteiligung   
3. Öffentliche Dienste   
4. Qualifikation und Beschäftigung   
5. Vertrauen und Zuverlässigkeit   
Schlußfolgerungen   

Beitrag der IKT zur Erfüllung der Lissabonner Ziele    
Mit der Mitteilung KOMM (2004) 757 der Kommission an den Rat, das Europ. Parlament, und andere wird eine breitere Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien befürwortet.

Für das Erreichen der im März 2000 in Lissabon gesetzten Ziele - höheres Wachstum, mehr und bessere Arbeitsplätze und größerer sozialer Zusammenhalt - sind die IKT ein Hauptpfeiler.

  • wichtiger Wirtschaftszweig, dessen Anteil am Bruttoinlandsprodukt der EU im Jahr 2000 ca. 8 % ausmacht sowie 6% der Beschäftigten. Er ist auch einer der innovativsten (18% der gesamten Forschungsmittel) sowie der produktivsten Bereiche (9% jährliche Produktivitätssteigerung von 1996 - 2000).
  • IKT sind eine entscheidende Triebkraft für die Steigerung der Produktivität und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit - 40% der in der EU erzielten Produktivitätssteigerung sind den IKT zu verdanken.
  • wichtige Impulse für die Beteiligung der Bürger und Verbesserung der Lebensqualität. Sie ermöglichen mehr und bessere Dienste für eine größere Anzahl von Menschen. Darüber hinaus sind sie ein wichtiges Instrument zur Bewahrung und Förderung der europäischen Vielfalt und unsere Kulturerbes, indem derartige Inhalte breit verfügbar gemacht werden.
Angesichts dessen, dass Europa die Lissabonner Ziel zu verfehlen droht, kommt es nun darauf an, dass die sich aus den IKT ergebenden Chancen endlich voll ausgenutzt werden.

Relevante Themen der Politik für die Informationsgesellschaft    
Die IKT-Nutzung führt zu neuen Arten der Kommunikation und des Umgangs zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden sowie zu neuen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen und neuen Führungsformen. Anhand der jüngsten Erfahrungen mit der EU-Politik für die Informationsgesellschaft hat die Kommission eine Reihe von Themenbereichen festgestellt, die ihrer Ansicht nach für die Entwicklung einer abgestimmten und zukunftsweisenden europäischen Politik für die Informationsgesellschaft ab 2005 von Bedeutung sind.
1. Inhalte und Dienste    
Eine große Anzahl von Nutzern hat inzwischen Zugang zu Infrastrukturen und Diensten, die die Bereitstellung vieler verschiedener Arten digitaler Inhalte gestatten. Audiovisuelle und multimediale Inhalte sind die treibenden Kräfte für den Erfolg der neuen Technologien im Allgemeinen und der Breitbandtechnik im Besonderen.
2. Digitale Integration und Bürgerbeteiligung    
Unter dem Schlagwort „digitale Integration“ („eInclusion“) wird der gleichberechtigte Zugang zu den IKT-Diensten und deren allgemeine Verfügbarkeit für alle Menschen zu erschwinglichen Kosten angestrebt. Mit der steigenden Verbreitung der IKT in der Gesellschaft nimmt die Bedeutung dieser Politik zu. Beim Schlagwort „Bürgerbeteiligung“ („Citizenship“) geht es um die Teilnahme aller Bürger am gesellschaftlichen Leben, aber auch um neue Fragen im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung der IKT im täglichen Leben. Neue und komplexe Technologien bergen die Gefahr in sich, dass einige Teile der Gesellschaft nicht damit umgehen können. Die Einbeziehung aller Menschen in die Informationsgesellschaft sollte sowohl auf nationaler wie auch regionaler und örtlicher Ebene angegangen werden. Unter dem Schlagwort „digitale Kompetenz“ geht es darum, dass die Bürger die notwendigen Fähigkeiten und Grundkenntnisse erwerben, damit sie imstande sind die IKT tatsächlich voll zu nutzen. Strategien zur digitalen Integration sollten daher stets die Vermittlung digitaler Kompetenzen an alle Menschen einschließen. Ziel ist eine einfach zu bedienende Technik und ein geeignetes Angebot an Inhalten und Diensten, um das Entstehen einer neuen digitalen Kluft zu verhindern. Angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen, die der EU in den kommenden Jahren bevorstehen, wird dies zu einer noch größeren Herausforderung. Es gibt Schätzungen, die besagen, dass im Jahr 2020 in einigen Mitgliedstaaten fast 40 % der Bevölkerung älter als 65 Jahre alt sein werden. Diese politischen Strategien sind absolut notwendig, aber schwer zu verwirklichen. Darüber hinaus macht die – auch auf regionaler Ebene – zunehmende kulturelle Vielfalt die Lösung des Problems einer neuen digitalen Kluft immer dringender.
3. Öffentliche Dienste    
Der Einsatz der IKT in diesem Bereich dient der Verbesserung der Qualität der erbrachten Dienstleistungen sowie der Stärkung der Demokratie und Transparenz. Derzeit gibt es einen starken politischen Drang zu Reformen des öffentlichen Sektors, um dessen Effizienz und Wirksamkeit zu steigern. Hintergrund dafür sind große gesellschaftliche Herausforderungen wie die Alterung der Gesellschaft und die Einwanderungsproblematik, die mit begrenzten öffentlichen Mitteln bewältigt werden müssen, vor allem im Bereich der Gesundheits- und Sozialdienste und in Bezug auf die Anhebung der allgemeinen Lebensqualität.
4. Qualifikation und Beschäftigung    
Wie die Analyse der Auswirkungen des IKT-Einsatzes zeigt, werden die besten Ergebnisse dann erzielt, wenn die Umgestaltung der Betriebsabläufe und die Vermittlung von IKT-Qualifikationen Hand in Hand gehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, in allen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen den IKT-Aspekten mehr Beachtung zu schenken, damit deutlich wird, wie sie sich auf die Arbeitsprozesse auswirken und wie die Abläufe und Verfahren verändert werden müssen, damit der Nutzer in den Genuss aller Vorteile kommt. Darüber hinaus müssen IKT-Kenntnisse an alle Bürger vermittelt werden. Diese Aufgabe ist wahrscheinlich die größte politische Herausforderung überhaupt. Gleichzeitig erleichtern die IKT aber auch den Erwerb und die Aktualisierung von Kenntnissen und Fähigkeiten. Dank der IKT wird die Wissensvermittlung billiger, ist weniger orts- und zeitgebunden und kann leichter an besondere Bedürfnisse angepasst werden. Das europäische Beschäftigungsproblem spielt auch in der Diskussion über den Produktivitätsunterschied zwischen den USA und Europa eine Rolle. Die Hauptfrage dabei ist der Einsatz der IKT am Arbeitsplatz in einer Weise, die zur die Effizienzsteigerung, zur Verbesserung der Arbeitsqualität und zum Entstehen besserer Arbeitsplätze beiträgt. Ein Bestandteil der Lissabonner Strategie ist die stärkere Förderung der Erwerbstätigkeit. Die IKT können zur Erfüllung dieses Ziels beitragen, indem sie bessere Bedingungen z. B. für Teilzeitbeschäftigung und Heimarbeit schaffen und u. U. einen späteren Eintritt in den Ruhestand ermöglichen.
5. Vertrauen und Zuverlässigkeit    
Die Nutzung des Internet findet nach und nach Eingang in den Alltag der Bürger. Dabei stehen wir aber noch am Anfang. Zu einer weiteren Verbreitung wird es nur dann kommen, wenn sich das Internet als vertrauenswürdig erweist. Sicherheit, Datenschutz, Schutz des Eigentums und allgemeine Regeln für diesen Sektor sind für das Vertrauen der Menschen in die Informationsgesellschaft unverzichtbar. Dies gilt besonders angesichts der Bedenken der Verbraucher, die den Verlust ihrer Privatsphäre und ungerechte oder ungesetzliche Geschäftspraktiken befürchten, sowie in Bezug auf illegale und schädliche Inhalte sowie den Kinder- und Jugendschutz. Es wird viel getan, um dies zu erreichen: Arbeiten, um das Internet für Kinder sicherer zu machen, Systeme für Risikomanagement und den Einsatz bei Störungen, Maßnahmen gegen unerwünschte Werbung (Spam). Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Zuverlässigkeit der Systeme und Netze. Die Infrastrukturen des modernen Lebens (z. B. Banken und Finanzdienste, Gesundheitswesen, Energie, Verkehr) beruhen in hohem Maße auf den IKT und hängen vom gegenseitigen Funktionieren der Systeme ab, so dass einzelne Ausfälle weit reichende Folgen haben können.

Schlußfolgerungen    
Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, eine aktive Rolle bei der Ausarbeitung der neuen Politik im Bereich der Informationsgesellschaft für die kommenden Jahre zu spielen und sich zu den hier genannten Fragen zu äußern.
OrdnerBildung+Begegnung