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Willkommen im Globalen Dorf /
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Konzept für Radio - Agora - Sendung, 1x monatlich Abendprogramm

Sendungsgestalter:
Franz Nahrada

Titel:
"Willkommen im Globalen Dorf" Die weltweite Renaissance des Lokalen

Format und Frequenz:
55+5 Minuten einmal im Monat

Sprache:
einstweilen nur deutsch (Abendprogramm)

Sendungsinhalt:
Die Sendung beschäftigt sich mit neuen Siedlungs- und Lebensformen, die unser Leben drastisch verändern werden, und setzt aus vielen einzelnen Beobachtungen wie aus Mosaiksteinen ein Hoffnung vermittelndes Gesamtbild einer neuen Welt zusammen. Während gegenwärtig weltweit immer noch die Mega - Städte rasant anschwellen und die ländlichen Räume nicht nur der Menschen, sondern auch der von ihnen gepflegten Kulturlandschaft verlustig gehen, bereitet sich unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung und im Gegensatz zum gepflegten Schein eine gewaltige Gegenbewegung zurück zu den Dörfern vor.
Allerdings werden dies etwas andere Dörfer sein, vielleicht sogar spektakulär anders, denn jedes von ihnen wird über das Wissen und Können der ganzen Welt verfügen und davon Gebrauch machen. Das "Globale Dorf" der weltweiten Kommunikationsströme führt zusammen mit anderen technologischen und sozialen Errungenschaften zu den "Globalen Dörfern" der postindustriellen Gesellschaft: Lebensformen, die bunter, verschiedener und von unserer globalisierten Einöde weiter entfernt sind, als wir es uns heute noch vorstellen können. Der physische Raum wird intelligenter und organischer gestaltet, gemäß dem Diktum von Marshall McLuhan: "Wenn wir uns die globalisierende Medienrevolution konsequent bis an ihr Ende durchgeführt denken, wird sie umschlagen in eine noch nie dagewesene Renaissance des Lokalen".

Wie ist das möglich?

Auf der einen Seite wächst unser Wissen über Natur mit jedem Tag, und wir erkennen immer neue innewohnende Muster, die im Jahrmilliarden dauernden Evolutionsprozess eine Fülle von miteinander verflochtenen Rückkoppelungsschleifen hervorgebracht haben. Wir haben in unserer Unwissenheit viele davon empfindlich gestört und nahezu vernichtet, aber wir können umgekehrt durch das kombinierte neu gewonnene und alte Wissen auch segensreiche Kreislaufprozesse unterstützen und intensivieren. Wir können nahezu jeden Ort auf diesem Planeten zum Paradies machen, das schimmert in Entwicklungen wie Permakultur, LandForstwirtschaft?, Aquaponik, Wasserretentionslandschaften, Humusrevolution, Pflanzen- und Tierkommunikation und vielen anderen erfolgreichen und experimentellen Entwicklungen durch.

Auf der anderen Seite ist unser Wirtschaftssystem der Exportschlachten und des Kapitalwachstums ausgerechnet durch sein Mittel Automatisierung am Ende: wenn jeder kostengünstig produzieren kann, lohnt sich Massenfertigung immer weniger. Das System der Staaten und Städte hängt aber an dieser linearen Output-Ökonomie. Wie ein beständig sich beschleunigendes Karussell wirft diese Ökonomie Menschen aus dem System, fordert immer mehr Ressourcen und fördert Egoismen jeder Art. Zugleich bildet sich aber in Keimformen ein neues soziales System von dezentralen und autarken, zugleich global kooperierenden Gemeinschaften. Es liegt in deren Logik, Wissen zu teilen und einander bei der Nutzung ihrer lokalen Möglichkeiten zu unterstützen. Zwei grundsätzlich verschiedene Systeme prallen aufeinander, aber nicht mehr in der alten Form der äußerlichen Systemkonkurrenz, sondern indem sich - um ein biologisches Bild zu gebrauchen - im Inneren der alten Raupe hunderttausende Imago Zellen des Neuen bilden und in mehreren Anläufen sich miteinander zu verbinden versuchen, um schließlich zum Embryo der Raupe zu werden.

Diese Entwicklungen sind vielgestaltig: sie reichen von Innovationen in der Architektur, der Produktionstechnologie "neuer automationsunterstützter Handwerke", neuen Wegen in Materiekreisläufen und dezentraler Energiegewinnung, der Bildung, der Entscheidungsfindung, der Zwischenmenschlichkeit, der Heilkunst bis hin in die zentralen Bereiche der Kultur, der Werte, der Spiritualität. In der Sendung soll versucht werden, diese Zusammenhänge verständlich und sinnfällig zu machen, ohne ihre Komplexität zu verschleiern.

Die zentralen Konzepte sind

  • Originalität, Diversität und Selbstbestimmung statt Kopie, Klischee und Massenfertigung,
  • Potentialentfaltung statt Selektion,
  • Lebendigkeit, Ganzheitlichkeit und Schönheit statt Modernität und Sterilität .
  • Kooperation statt Konkurrenz
Pro Sendung sollen 3-7 Beispiele gebracht werden: dabei können das Beispiele für Orte, Personen, Netzwerke, Technologien, Gestaltungsmuster sein.

Kurzbiographie Franz Nahrada

Franz Nahrada, geboren 1954 in Wien, studierte Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaft an der Uni Wien. Dort begann er eine jahrelange kritische Auseinandersetzung mit der universitären Wissenschaft und gesellschaftlichen Alternativen, die zunächst mehr offene Fragen als Antworten generierte.

Eine Vertragstätigkeit für Apple Computer führte 1985 bis 1992 zu intensiver Beschäftigung mit den Möglichkeiten des Einsatzes von digitalen Medien in Wissensorganisation, Kommunikation und Entscheidungsfindung.

Mannigfaltige Impulse vor allem durch Reisen nach Griechenland und Kalifornien führten währenddessen und danach zum Projekt "Globale Dörfer".

1993 initiierte er die "Global Village" Veranstaltung, die in den Neunziger Jahren ein bedeutsames Event für die Ausbreitung von Internet und neuen Medien wurde.

1998 folgte "Cultural Heritage in the Global Village", dann die "NGO Internet Fiesta".

Ab 2000 wendete er sich zunehmend praktischen Beispielen der Verbindung von globaler Vernetzung mit lokaler Entwicklung zu, insbesondere in Kirchbach / Steiermark.

Daneben leitete er bis 2015 das Hotel seiner Familie in Wien Floridsdorf. Derzeit im (Un)ruhestand und schrittweiser Verlagerung des Lebensmittelpunktes nach Bad Radkersburg, wo er unter anderem ein Seniorenwohnprojekt plant.