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Willkommen im Globalen Dorf /
19 Ein Rundgang durch ein Globales Dorf


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Die Vision der Globalen Dörfer: ˧


<-letzte Sendung ˧

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Intro   
Aus der Vision der Globalen Dörfer von 2003   
Outro   
Musikauswahl   
Fußnoten   
˧

Intro    

Liebe Zuhörende, hier ist Franz Nahrada aus Bad Radkersburg mit der 19. Folge der Sendung "Willkommen im Globalen Dorf" - Erstausstrahlung am 16.4.2021 bei Radio Agora. Nach einer längeren Durststrecke mit den Themen Bildung, Wissen und Digitalisierung kehren wir heute und in den nächsten Folgen zur genaueren Betrachtung dessen zurück, was ein Globales Dorf physisch ausmacht. ˧

Das kommt auch vielleicht gerade mal wieder zur rechten Zeit, denn am Donnerstag und Freitag letzter Woche hat die Konferenz zum Neuen Europäischen Bauhaus stattgefunden. Vielleicht das erste mal in der Geschichte der Europäischen Union wird so etwas wie der Versuch unternommen, eine politische Strategie - den European Green Deal - mit einer sozialen und kulturellen Bewegung zu verkoppeln, mit lokalen Experimenten und Lernprozessen, mit der Stärkung von Handlungsfähigkeit von Individuen, Dorfgemeinschaften, Städten und Regionen. Eine Bewegung für schöne, nachhaltige und einladende Lebensräume von morgen, die unsere gebaute Lebensumgebung verändern will. Ein Aufruf, Visionen, Entwürfe, Modelle für ein neues Zusammenleben einzureichen. Pilotprojekte in verschiedenen EU Ländern zu beginnen. Wissen zu teilen. ˧

Kommissionspräsidentin Ursula Van der Leyen hat diese Initiative im September 2020 losgetreten. In ihrer Eröffnungsrede rief sie bei aller Krisenhektik zum Innehalten auf, zum Nachdenken über neue Perspektiven, um speziell die kommenden Krisen vorherzusehen. Über Politik und Wirtschaft hinaus müsste ein gemeinsamer Narrativ entstehen, der Geist, Herz und Seelen berührt, eine Kultur der Nachhaltigkeit und eine Versöhnung unserer Art zu Leben mit der Natur zu erreichen. Sinnfällig und fühlbar, angreifbar. ˧

Das historische Bauhaus, enstanden in Weimar und Dessau, hat sich nicht zufällig zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Erstens gab das Bauhaus eine Antwort zu den zeitgenössischen Fragen der Industrialisierung, generierte Entwürfe die nicht nur funktionell und leistbar waren, sondern vor allem auch schön. Niemals ging es um Innovation um der Innovation willen, sondern um innere Kohärenz. Heute müsste das Ziel der Nachhaltigkeit dazu kommen. Was sich zweitens bei einer neuerlichen Revolutionierung der Materialien zeigen müsse. Und ja, wir könnten unsere Städte in urbane Gärten verwandeln. Und drittens ginge es um Interdisziplinarität, um die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen an gemeinsamen Lösungen. Alle Alter, alle Herkünfte weit über Europa hinaus sollten einbezogen werden. Als Beispiel nannte sie auch ein portugiesisches Projekt "Bauhaus der Meere", das Beitragende aus 5 Kontinenten vereinigen werde. ˧

Der dänische Architekt Bjarke Ingels - mittlerweile sowas wie der Superstar der europäischen Architekturlandschaft - stellte symbolisch seine Projekte "Kopenhagener Hafenbad" und "Kopenhügel" vor, zwei Projekte die die künstliche Verwandlung der Stadt in Landschaft symbolisieren. In dem einen Projekt aus dem Jahr 2003 plante er ein Schwimmbad auf schwimmenden Betonbojen im revitalisierten und renaturierten Hafenbecken mit Blick auf die Dockanlagen, Kränen, Piers und Werften - und vor einem Jahr entwarf er eine 450 Meter lange Schiabfahrt auf dem Dach der Kopenhagener Müllverbrennungsanlage. Inspirationen und Querverbindungen zu Friedensreich Hundertwassers Werken in Wien sind wohl nicht ganz von der Hand zu weisen. ˧

Wenn es also wieder hip und zeitgemäß wird, Qualität von Landschaften in Städte bauen kann (wofür auf der NEB Konferenz das Wort "Placeship" aufgebracht wurde), stelle ich die Frage, ob es nicht viel mindestens genauso spannend wäre, Qualitäten des Urbanen in Landschaften zu verwirklichen. Dies wurde während der Konferenz immer wieder schüchtern und zaghaft angesprochen, und ich glaube gemeinsam mit vielen anderen, dass hier die eigentliche Aufgabe liegt. ˧

"„Die wunderbaren Parklandschaften“ der Städte, von denen mancher schwärmt, sind keine Landschaft und können sie schwerlich ersetzen." schrieb Cora Stephan schon 2014 in der WELT. "Heute sitzen viele vorm Computer, die in einem früheren Leben mit der Heugabel hantiert hätten. Das hat seine Vor- und Nachteile, nicht nur, weil man nicht wenigen Menschen anmerkt, dass sie mit einer handfesten Tätigkeit in der Landwirtschaft glücklicher wären. ...In der Menschheitsgeschichte spielte die Zivilisation der Wildnis eine große Rolle. Es ist keine provinzielle Sturheit, wenn sich Menschen dagegen wehren. Sie wissen, wie jeder gute Förster, dass diese Wildnis keine Bereicherung, sondern eine Verarmung der Lebensformen bedeutet....Statt von der Wildnis zu schwärmen, käme es darauf an, die Provinz neu zu erfinden. Nicht als Biotop zur Belustigung der Touristen. Aber auch nicht als Müllhalde der Urbanisation." [1] ˧

Dem ist grundsätzlich zuzustimmen. Wir haben in den vielen Sendungen bisher die Grundlagen dieser Denkrichtung erarbeitet. Es wird Zeit, unsere Phantasie zu betätigen und im Kopf die neuen Räume unseres Lebens, Gestaltens, Tätigseins, Genießens, unserer Abenteuer und Leidenschaften, unserer Kämpfe und Herausforderungen, unserer Sinnfindung und unserer Manifestation zu erschaffen: Denn so gut wie alle Dinge auf dieser Welt haben im Kopf begonnen und beginnen im Kopf. ˧

Fühlen wir uns also durch das Neue Europäische Bauhaus ermutigt die provinz neu zu erfinden und wagen wir es, utopisch zu denken! Ein wissenschaftlicher oder pragmatischer Standpunkt, der Utopien von Weltverbesserern ablehnt und die Maßstäbe des Handelns alleine aus dem gewinnt was ist, begrenzt sich genauso, ist genauso ideologisch wie die ahistorische Utopie, die sich nicht aus den spezifischen technischen Möglichkeiten, Errungenschaften, Bedürfnissen, Interessen, Wünschen, Einsichten, Kritiken, Tendenzen einer Epoche speist. Marshall McLuhan mit seiner Theorie der Wiederaktualisierung und Christopher Alexander mit seiner Theorie der immer wiederkehrenden Muster lehren uns allerdings, dass Geschichte kein linearer Prozess ist, sondern ein einziges großes Experimentierfeld mit großen Stagnationen und überraschenden Weiterentwicklungen kultureller Errungenschaften auf allen möglichen Gebieten. ˧

So gut wie alle Bausteine einer radikalen Dezentralisierung unseres Lebens und der bewussten Gestaltung ländlicher Räume als zu den Städten gleichwertiger wenn auch nicht gleichartiger menschlicher Lebensräume sind vorhanden. Sie aufzufinden und richtig und konsistent zusammenzusetzen, ist eine Aufgabe, die noch nie so breit wahrgenommen wurde wie heute. Ich erlebe dieser Tage eine sehr erfreuliche aber auch ernüchternde Entwicklung. Es entstehen gerade hunderte Projekte rund um die Welt, die sich genau dieser Aufgabe mit Hingabe und mehr oder weniger Professionalität widmen. Die allermeisten sind noch weitgehend Konzeptprojekte, aber ich kann versprechen dass alleine die Beschreibung der wichtigsten mindestens drei Sendungen in Anspruch nehmen wird. Ernüchternd ist das deswegen, weil mir klar wird, wie weit der Weg ist, auch wenn eine Idee in den Köpfen zu greifen beginnt. ˧

Wir sind also am Beginn des Gestaltungszyklus in unserer Sendung, und quasi als Einleitung möchte ich mit einigen meiner eigenen Arbeiten beginnen. ˧

Ich habe in der Vergangenheit mehrmals versucht, die Vision der Globalen Dörfer mit konkreten und anschaulichem Leben Leben zu erfüllen, so zum Beispiel bei den Tagen der Utopie in St. Arbogst, und ich möchte in der heutigen und nächsten Sendung ein "best of" aus diesen Versuchen, mit leichten korrigierenden Pinselstrichen zusammenzustellen.... ˧

Voranschicken möchte ich einen Satz von 2003. "Nur eine Utopie, die dem unglaublichen Spannungsbogen menschlicher Lebensentwürfe, Orientierungen und Werthaltungen, die uns gerade in dieser unserer historischen Epoche in ihrer Vielzahl und Unterschiedlichkeit bewußt geworden sind, die dieser bunten Fülle eine Heimstatt und Manifestation bieten kann, ohne daß dies das menschliche Zusammenleben in tiefe Konflikte und unaufhebbare Widersprüche stürzt, nur eine solche Utopie hat heutzutage noch diesen Namen verdient." ˧

[Musik] ˧

Aus der Vision der Globalen Dörfer von 2003    

"Nicht im expansiven Überschreiten von Grenzen, von Weltraum und Tiefsee liegt der wahre utopische Gehalt des angehäuften Potentials der neuen menschlichen Entwicklungsmöglichkeiten, sondern im Gestalten nach Innen, in unseren Lebensraum hinein. Dieser Lebensraum ist mehr denn je Resultat unserer bewußten Wahrnehmung von Möglichkeiten, unserer Fähigkeit die Dinge wieder zueinander in bezug zu setzen, zusammenzusetzen. Diese Wahrnehmung kann aber nun kombiniert werden mit der Verfügbarkeit globaler Kanäle zu Wissen, Diensten, Informationen und Werkzeugen, die uns von allen Seiten aufgedrängt werden von längst schon redundanten Anbietern, die um einen immer kleiner werdenden Kuchen von Zahlungsfähigkeit Gefechte von enormen Dimensionen veranstalten. Könnte es sein, daß wir, anstatt uns an diesen historisch obsoleten, sinnlos-teuren Standortgefechten zu beteiligen, zunehmend Lebensräume gestalten werden und wollen mit dem vordringlichen Ziel, die Wirtschaft nicht mehr in jeder Alltagssituation zu brauchen, sich von ihr nicht mehr stressen zu lassen?" ˧

"Neue Techniken der Gewinnung von Energie aus Biomasse und Solarstrom schaffen neue Bedingungen für das Leben in ländlichen Räumen. Aufgrund dieser gewandelten technischen Bedingungen ändert sich auch unsere Wahrnehmung: Vor Ort gewonnene Energie - umweltfreundlich und Abfall vermeidend wie Biomasse, Wind, Sonne - ist in einem riesigen Ausmaß vorhanden, falls wir diese Energie nicht für den Transport vergeuden. Jeden Tag liefert die Sonne Energie im Umfang von 50% des weltweiten Vorrates an fossilen Brennstoffen, wächst enorme Biomasse nach. Zugleich wächst unser Verständnis dafür, daß Naturprozesse enorm komplexe Kreislaufprozesse sind. Permakultur und biologischer Landbau erzielen ein breiteres Spektrum an stofflichen Umsätzen und bringen vielfältigere Rohstoffe und Elemente in die lokale Nutzung ein als jede herkömmliche Form der Agrikultur. Das Land und sein neuer potentieller Reichtum beginnt zu locken. Nicht in Gegensatz, sondern in Harmonie mit den gestiegenen technischen Möglichkeiten! " ˧

Die Agrikultur verbindet sich durch unsere Möglichkeiten in nie gekanntem Ausmaß mit der Produktion. liefert das materielle Substrat vieler Arbeitsprozesse, die in der Dichte der Stadt keinen Sinn machen. Produktionsmittel die aufgrund der modernen Prozessortechnologien sowie Weiterentwicklungen der Antriebs- und Steuerungstechnikum ein vielfaches verkleinert und zugleich um ein vielfaches vielseitiger als ihre Vorgänger sind, interagieren mit biogenen Werkstoffen aus regenerativen Ressourcen. ˧

Die Umrisse einer Utopie sind alleine in diesen technischen Innovationen, die aber nur einen Bruchteil der Bausteine sozialer, kultureller und architektonischer Provenienz ausmachen, sichtbar: die syntopische Vision der Globalen Dörfer ist die Vision eines neuen Miteinanders von Stadt und Land, von Zentrum und Peripherie, aufbauend auf raumübergreifender Telekommunikation, wissensintensiven Technologien und ökologisch tragfähigem lokalem Ressourceneinsatz. Konkret geht es um das umfassende Design neuer Lebensräume, die urbane Errungenschaften mit ländlicher Lebensqualität vereinen, sich im wirtschaftlichen Geschehen nur dort betätigen, wo es Sinn macht und einen hohen Grad an kollektiver Selbstversorgung wiederherstellen: bei gleichzeitiger hochgradiger Informationsvernetzung und technisch- wissenschaftlicher Kooperation. Diese Lebensform einer „globalen Subsistenz“ findet ihren Ausdruck in stetig wachsenden kooperativen Netzwerken und in einer Dominanz der zivilen Gesellschaft und ihrer Institutionen. Sie erzeugt sogar heute undenkbare Verschiedenheit der Lebensweisen, Werthaltungen und kulturellen Gestaltungen, dennoch, und das ist entscheidend, enthält sie typische Muster und Standards. Muster im Sinn von Christopher Alexander sind immer wiederkehrende Lösungen für immer wiederkehrende Probleme und Herausforderungen. Sie haben immer, obwohl sie allgemein Gültigkeit haben, eine sinnliche Seite. ˧

Denken wir uns also in diesem Sinn diese Entwicklung die ich mit "Herausbildung Globaler Dörfer" beschreibe, die ungleich nachhaltiger und damit auch selbstverstärkender ist als die kurze Schwindelblüte der industriellen Epoche, nach einer Epoche der radikalen Auseinandersetzungen als im wesentlichen abgeschlossen: und lassen wir gedanklich das berühmte Raumschiff aus der außerirdischen Vogelperspektive auf diese Erde der Zukunft herabblicken, zurückgekehrt von einer langen Reise und den Unterschied zur Vergangenheit registrierend. ˧

[Beginn Musik "return to Eden"] ˧

Dann wäre wohl die erste entscheidende Veränderung dass sich der Bereich der von Menschen kultivierten und gepflegten Landschaft [[1], erkennbar am Ineinander von Wäldern, Grünlandflächen, und Siedlungsräumen, wesentlich ausgebreitet hat. Auch ehemalige Wüstengebiete und riesige Tundren sind bewohnter. ˧

Alerdings scheint der menschliche Siedlungsraum weniger in die breite Fläche auszuwuchern, sondern er bildet Verdichtungen, Linien, wie die Perlen an einer Kette. Es scheint einen weitbreiteten Grundsatz zu bilden, den Raum einer Siedlung nicht weiter auszudehnen als ein Mensch in wenigen Minuten zu Fuß bewältigen kann. Natürlich gibt es auch Städte, aber sie sind deutlich erkennbar als Netzwerkknoten. Je größer die Städte, umso mehr haben Sie sich auch in Stadtlandschaften verwandelt, ist grün und nicht grau die dominierende Farbe aus der Vogelperspektive. Und auch sie haben sich aus einem eintönigen grauen Gebäudemeer in einen dichten Schwarm von urbanen Dörfern verwandelt, oft begrenzt durch grüne Korridore, Wasserwege und andere sinnfällige Grenzen. Und doch scheint die Verteilung von städtischem und quasi ländlichem Raum insgesamt auf ein geordnetes Verhältnis hinzuweisen, nicht auf ein anarchisches Wachstum von Agglomerationen. Die Verbindungen erinnern an das Muster von Myzelen, Synapsen, sie wirken wie organische Strukturen. Obwohl eine Ordnung da ist, scheint nichts am Reißbrett geplant zu sein. Das geordnete Verhältnis drückt sich auch als quantitativ aus, die kleinen Siedlungskerne eingebettet in weite Kultur- und Naturlandschaft machen cirka 70% der reinen Siedlungsfläche aus. Die Linien sind in der Tat Transportlinien, und die allermeisten Siedlungen scheinen die Nähe zu diesem Fluss von Mensch und Material zu suchen. ˧

Tatsächlich wiederholt sich sowohl bei den stäödtischen als auch bei den ländlichen Siedlungen eine Art kleinstädtisches Muster, sie haben fast immer ein Zentrum das in seiner Gestaltung auf große Dichte und Frequenz hinweist, während sich in mehr oder weniger konzentrischen Kreisen oder Ringen die Siedlung allmählich in den Naturraum auflöst. ˧

Das freistehende Haus scheint nicht zu dominieren, sondern selbst in einem oder mehreren konzentrischen Ringen einen Bestandteil eines größeren Musters zu bilden. Ein öffentlicher, lebendiger, aktiver und diversifizierter Mix im Zentrum verläuft ringsumher in ein suburbanes Wohngebiet und verliert sich letztlich in ruhige Garten- und Parklandschaft, landwirtschaftliche und natürliche Zonen. Ein Globales Dorf ist offensichtlich ein vollwertiger Lebensraum, der die drei essentiellen Sphären unseres Lebens (Urban, Suburban, Rural) auf kleinstem Raum lokal zusammenschließt. Der Umgang mit dem Raum ist kunstvoll, die mehrstöckigen Gebäude im Zentrum formen nach Innen eine dichte Piazza, während sie nach außen einer Hügellandschaft ähneln, mit Stufenbalkonen, um möglichst viel freie Sicht auf die umliegende Landschaft zu gewähren und zugleich das Leben im Zentrum zu schützen und zu verdichten. Hier ist offensichtlich das Prinzip ernst genommen worden, dass ein jeder die Welt der anderen mitbaut, die Häuser nehmen sich nicht wechselseitig die Sonne weg, inszenieren sich nicht, sondern sie nehmen aufeinander Rücksicht. ˧

Blicken wir auf das Zentrum einer solchen Siedlung, dann sehen wir, wie die urbanen Elemente wie ein Zellkern auch in ländlichen Siedlungen zu finden sind. Eine Piazza, oft mit einem Teich oder großen Freiraum, umgeben von mehrstöckigen Gebäuden, mit Cafés, Ateliers, Galerien, Multifunktionshallen, Konferenzsälen und Büros. Ein verdichteter urbaner Raum, in dem sich viele Menschen aufhalten, wie im Zentrum einer mediterranen Kleinstadt oder eines griechischen Dorfes. Aber eben auch oft mit transparentem Material überdacht, sodass auch in kälteren Zonen das ganze Jahr über der ort zum attraktiven Aufenthaltsort wird. ˧

Architektonische Maßnahmen sorgen hier für eine gleichmäßig milde Klimatisierung und für große Variabilität, ohne daß wir uns an die Sterilität eines shopping centers erinnert fühlen müssen. Eher ist diese Piazza eine große Bühne, auf der auch ständig wechselnde Stücke aufgeführt werden können. Wenn wir genauer hinschauen, dann sehen wir, daß dieser Raum der Präsenz und der Kommunikation sich dennoch in einem kleinen Detail von der Beschaulichkeit eines italienischen oder griechischen Stadt- oder Dorfplatzes platzes unterscheidet: die Präsenz ist vermischt mit Telepräsenz, wo zwei oder drei oder viele lokale Bewohner versammelt sind, ist nicht zu selten auch ein Gast oder eine Verbindung zu Versammlungen über virtuelle Präsenz zugegen. Was wir als dörfliche oder kleinstädtische Piazza wahrgenommen haben ist verbunden, verbunden auf vielerlei Art und Weise mit der globalen Metropole. ˧

Eine große Mehrzweckhalle erlaubt Inszenierungen aller Art. Tatsächlich scheint die Idee eines Einkaufszentrums aus dem 20. Jahrhundert mit seinem Multiplex - Kino sich auf wundersame Weise mit dem mittelalterlichen Stadtplatz und den virtuellen Inszenierungen der digitalen Epoche amalgamiert zu haben. Je kleiner und peripherer die Siedlung, umso multifunktionaler die Konstruktion, doch oft gibt es Bereiche oder Häuser, die sich mit funktionalen Titeln schmücken als seien sie Abteilungen einer Firma. Da gibt es ein Haus der Werkzeuge, ein Haus des Wissens, ein Haus der Gesundheit, ein Haus der Schönheit. Es gibt auch ein Rathaus, aber es heißt Haus der Beratung. ˧

Es scheint, dass auch alle Aktivitäten in diesen Häusern von einer Mischung aus Telepräsenz und lokaler Kreativität bestimmt sind. Konzerte, Opernaufführungen, Ausstellungen, Konferenzen, selbst die Arbeit von Ärzten und Medizinern - überall verschmelzen die lokalen Aktionen wie selbstverständlich mit geteilter Expertise, künstlerischer und intellektueller Brillianz von einzelnen und großen virtuellen lernenden und forschenden Gemeinschaften. ˧

Gehen wir auf dem grünen Weg ein paar Dutzend Meter weiter in die Vorstadt, nach Suburbia. Zunächst schauen wir noch zurück auf die Hügelbalkone, auf die Wohneinheiten nahe beim Zentrum, und wir sehen dass hier der Anteil der alten Menschen mit Bewegungseinschränkungen sehr hoch ist. Offensichtlich soll gerade ihnen das Privileg zuteil werden, nicht abgeschieden und ghettoisiert zu leben, sondern mit ihren Bewegungshilfen, solange es geht, zum Puls der Zeit auf die Piazza zu gleiten - und zugleich sich zurückziehen zu können in einen Bereich mit Stille und himmlischer Aussicht, auf eine Landschaft von Wohnräume, Balkone, Dachgärten, die sanft abfallen, und dahinter eine natürliche Landschaft ˧

Gehen wir durch die kleinen Gässchen Richtung außen in die Gassen der Vorstadt,so finden wir zu unserer Überraschung , daß das Leben hier keineswegs komplett ausgestorben ist. Es finden sich ganz im Gegenteil viele Muster die zum ruhigen Flanieren und Entdecken einladen. Wir finden eine überraschende Vielfalt von Läden, Werkstätten, Handwerkern, aber auch von Hobbyisten und Künstlern. Vieles verdient die Bezeichnung "Privatmuseum", hier ist der halböffentliche Raum des Astronomen, dort die zugängliche Sammlung einer Historikerin. ˧

Ja und da gibt es tatsächlich eine Schusterwerkstatt. Lassen wir uns kurz auf eine fiktive Unterhaltung mit dem Schuster ein, auf einen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Wir wundern uns. Ist nicht das Handwerk ausgestorben in unserer Zeit bis auf das Kunsthandwerk? Haben nicht Fabriken und billige Massenproduktion die Regie übernommen? Ist das hier nicht ein Rückfall ins Mittelalter? Unser Schuster beginnt mit einem historischen Exkurs. Zunächst schilt er uns für unsere schlechte Meinung vom Mittelalter: Im Mittelalter war der Produzent, z.B. der Schuster mit seinem Produktionsprozess und seinem Abnehmer auf engem Raum, im Dorf oder in der mittelalterlichen Stadt eng verbunden. Das Rohmaterial, das Leder wuchs praktisch vor der Haustür immer wieder nach, die Transportwege waren kurz und die Transportmittel (Ochsenkarren, Pferdefuhrwerke etc.) einfach und sowohl ökologisch als auch energetisch ohne „Nebenwirkungen“. Produziert wurde mit Low tech, optimal bedarfsorientiert und „maßgeschneidert“. Produktwerbung war fast unnötig. Es wurde ja nicht gewinnorientiert sondern bedarfsorientiert produziert und die Qualität durch die unmittelbare Interaktion zwischen Kunde und Schuster dialoghaft gesichert und fast „zwangsläufig“ verbessert. Der Schuster wußte genau, wo den Kunden der Schuh drückt. „In ihrer Zeit wurde doch das Schwarzbuch Kapitalismus von Robert Kurz veröffentlicht. Da hätten Sie doch nachlesen können, daß im Mittelalter die Menschen in vieler Hinsicht wohlgenährter, besser versorgt und ausgeruhter waren als in der darauffolgenden Neuzeit. Erst die moderne Massenproduktion hat ihnen wieder einen bescheidenen Wohlstand gesichert. Vorher mußte man sie ja regelrecht vom Land vertreiben, mit Terror, Einhegungen und Rekrutierungen. Als der Laden aber dann wirklich zu laufen begann, im 19. Jahrhundert, lief das von alleine. Die Fabriken wurden produktiver und erzeugten massenhaft Konsumgüter. Die Menschen in den Städten wurden reicher, die ländlichen Regionen verarmten zusehends. Heimlich begannen auch die Dörfler sich in der Stadt einzudecken und die moralische Ökonomie der Dörfer zerbrach. Mein Großvater war auch Schuster, ich habe die Familiengeschichte studiert. Er hat lange durchgehalten, aber das Risiko wurde immer größer und der Ertrag immer geringer. Er wollte eine klare Trennung seiner Arbeitszeit und Freizeit. Er wollte frei sein von den Launen der Kunden und dem Auftragsrisiko. Also wurde er Industriearbeiter. Er wußte am Anfang des Monates schon was er am Ende des Monates in seiner Lohntüte nach Hause trug. Konnte sogar Schulden mit gutem Gewissen machen, konnte sich Dinge (Reisen, Genussmittel, Kleidung, Unterhaltung...) leisten, die ihm Selbstbewußtsein gaben, die ihn aus der Masse heraushoben. Er wollte sich auch nicht länger mehr der sozialen Kontrolle seines Dorfes unterwerfen. Er wollte ohne soziale Verpflichtungen gleichsam anonym konsumieren. Und was ist draus geworden? Er hat seinen Job verloren, erstens weil die Schuhe aus China billiger zu produzieren waren und zweitens weil die automatiserten Fabriken keine qualifizierten Arbeiter brauchten. Er hat also gleichzeitig gegen die Chinesen und die Automaten gekämpft. Und so wie ihm ging es Millionen Menschen.“ ˧

Ja, diese Geschichte kennen wir, aber wie ist das heute, fragen wir. „Naja,“ schmunzelt er. „ich bin eigentlich weder ein rein selbständiger Handwerker noch bin ich ein Angestellter. Ich bin Mitglied der Dorfgenossenschaft und zugleich der Gilde der Schuhmacher. Aber ich mach die Schuhe nicht komplett selbst. Man könnte sagen: ich baue Halbfertigprodukte für den Endbenutzer zusammen, mache nur mehr den letzten Schliff. Manche Komponenten sind industriell, andere sind von anderen Handwerkern gefertigt, die hier bei uns in der Region sind, die meisten sind in einem Dorf in dem sich viele Handwerker zusammengeschlossen haben. Da gibt es Leistenmacher, Schaftmacher und viele andere. Die haben viele spezialisierte Maschinen, sie glauben ja gar nicht wieviele Arbeitsschritte und Spezialwerkzeuge es braucht um einen guten Schuh zu produzieren. Wir produzieren praktisch im Netzwerk und das Handwerksdorf ist das Zentrum. Es ist so wie bei den Mikroprozessoren: Komplexität braucht Nähe, Nähe braucht Miniaturisierung. Meine Werkbank ist eigentlich der Computer, aber ich lege durchaus gern mal Hand an, wenns um den letzten Schliff geht. Meine Tätigkeit ist mindestens genausoviel Kopfwerk wie Handwerk. Ich bin eigentlich der Mittler zwischen diesem Netzwerk und den Kunden. Ich bin dazu da, den optimalen Schuh zu finden, eigentlich produzieren wir gemeinsam die Vorstellung von diesem Schuh und schicken ihn dann ins Netzwerk." ˧

Alle unsere Tätigkeiten sind miteinander vernetzt, wir müssen sehr viel voneinander wissen, damit das eine ins andere greifen kann. Jeder von uns hat eine aktive Kompetenz, aber viele passive Kompetenzen, und nur wenn die sich zur Deckung bringen lassen stimmt die Qualität Und wir brauchen natürlich auch die richtigen Materialien. Es gibt im Handwerkerdorf schon längst eine computergesteuerten Maschine, die verschiedenste Gewebe, Textilien und Fasern aus Hanf herstellen kann. Durch verschiedene Zusätze und Prozeduren ist es möglich geworden, sogar lederähnliche Materialeigenschaften und Verarbeitungsmöglichkeiten für solche Hanfgewebe zu erzielen. Ich bin eigentlich dafür da, den Kundinnen ud Kunden ihre eigenen Möglichkeiten zu zeigen. Gesund, schön, haltbar und passend soll das Resultat sein. ˧

Wir verlassen den freundlichen Schuster, nicht ohne ihm eine letzte Frage zu stellen. Wir gestehen, eben erst in dieser Zeit angekommen zu sein und keine Ahnung zu haben, in welchem Wirtschaftssystem wir eigentlich leben. Auch in seiner Erzählung sei soviel bunt durcheinander gewürfelt worden, Marktwirtschaft, Lieferfirmen, Genossenschaft, Gilden, Open Source, dann auch fast sowas wie Planwirtschaft, sodaß wir uns überhaupt nicht auskennen würden. „Ach ja, sagt er, sie kommen aus der Epoche der zentralen Marktwirtschaft. Lassen Sie sich ruhig noch ein wenig verwirren. Aber die Antwort wäre ganz einfach. Wir lösen jedes Problem mit der ihm am meisten entsprechenden Form, ohne ein vorgängiges Dogma zu haben. Wir lernen in der Schule, daß es schon zu Ihrer Zeit ein Wort dafür gab, Subsidiarität“. ˧

Wir blicken uns weiter um in diesem Globalen Dorf der Zukunft und versuchen es weiter zu verstehen. ˧

Schön langsam kommt auch manches Unterirdische an die Oberfläche und wir sehen, daß es tatsächlich auch noch Autos gibt – kleine, elektrobetriebene Transportwägelchen, die im Zentrum und im bebauten Gebiet in unterirdische Röhren verbannt sind, und nun, in der Fläche, in eigene offene Servicestraßen münden. Die Häuser sind so angelegt, daß sie sowohl Anschluss zu den Servicestraßen als auch einen Vordereingang zu den grünen Fußgängerwegen haben, an denen sich die Läden, Werkstätten und öffentlichen Teile der Häuser einladend aneinanderreihen. Das Dorf ist in vieler Hinsicht tatsächlich so etwas wie die Miniaturausgabe einer Stadt! Die Wägelchen sind gerade mal so groß, daß eine Person bequem darin sitzen kann, und sie bewegen sich wie von Geisterhand gesteuert durch elektronische Leitsysteme. Ihre Größe ist genormt, sie lassen sich sogar für den Überlandtransport in das große öffetliche Bahnnetz verladen und werden auf der last mile wieder autonom. ˧

Doch auch hier halten wir uns nicht lange auf, obwohl wir natürlich bemerken, daß das Globale Dorf keineswegs eine „immobile Gesellschaft“ ist, daß der Fluß von Menschen und Materialien durch die Telematik und die gestiegenen Möglichkeiten des elektronischen Zugangs keineswegs zum Versiegen bekommen ist. Er hat nur eine völlig neue Form bekommen, der gegenüber unsere Automobile wirken wie Postkutschen. ˧

Gehen wir weiter hinaus, in den aufgelockerten, ländlichen Bezirk, der wie ein Halo unsere Bitstadt umgibt. Hier beginnt sich Architektur mit Agrikultur zu vermischen. Glashäuser und Hydrokulturen tauchen auf, lebende Maschinen, die das Sonnenlicht, die Erde und das Wasser in hunderterlei Stoffe umwandeln und den Abfall zu Erde kompostieren. Biomassekonverter erzeugen Energie und Elektrizität und natürlichen Dünger. Intensiv bewirtschaftete Permakulturen bilden einen Übergang in die sich auflockernde Parklandschaft mit ihren Schwimmteichen, Spielplätzen. ˧

Rund um das Dorf beginnen Wälder und Felder sich abzuwechseln und bilden eine grüne Lunge. Rad- und Fußwege, die sich mit den Servicewegen vereinigen, führen zu einsamen Gehöften, die wie Einsiedeleien sich selbst noch vor dem dörflichen Leben verstecken, ohne ganz von ihm ausgeschlossen zu sein. Dort ist die auch die Heimstatt der Tiere, die offensichtlich nicht in Massen gehalten werden und auch nicht, um sie zu verwerten. Kommunikation mit Tieren scheint hier groß geschrieben zu werden, sodaß diese einen eigenen Lebensraum neben dem Menschen erhalten, nahe, doch auch klar unterschieden. Je weiter wir uns vom Dorf entfernen, umso mehr geht die Kulturlandschaft in eine sanfte, an Wildnis gemahnende Natur über. Hier finden wir Wanderwege, aber auch Zonen die von Menschen gemieden werden. Die Stille eines spirituellen Ortes an den fernsten, verborgensten Punkten läßt uns fast vergessen, daß nur wenige Kilometer von hier ein winzigen Stück der globalen Metropole liegt. ˧

Wir setzen uns hin, an einem solchen stillen und ruhigen Ort, und lassen Revue passieren, was wir gerade gesehen haben auf unserem ersten Rundgang in der Zukunft. Eigentlich hat uns ja nichts hier wirklich überrascht, keine fliegenden Untertassen und keine Antigravitation sind uns begegnet, keine Teleportation und keine Telekinese, keine Mutanten und keine humanoiden Roboter. Und doch war die Ansammlung bekannter Elemente in ihrer Dichte und in ihrer Vielfalt erstaunlich. Wir haben an einem Ort agrarische Elemente gesehen, wir haben kleine Produktionsanlagen gesehen, wir haben eine Dienstleistungs- und Wissenszone gesehen, und das alles in einer erstaunlichen räumlichen Verdichtung. ˧

„Globale Dörfer“ sind also eine Siedlungs- und Lebensweise die aus einer Synthese historisch dominanter menschlicher Existenzweisen entstanden ist. Vor allem hat sich die klare Unterscheidung der beiden Lebensbereiche Stadt und Land aufgelöst. Die Stadt wurde von einem räumlich abgegrenzten Gebiet zu einem Geflecht miteinander intensiv kommunizierender Knotenpunkte. Urbanität bedeutet die Teilhabe an dichten Kommunikationsvorgängen, die über diese Knotenpunkte vermittelt sind. Diese Knotenpunkte konnten offensichtlich auch dort entstehen und eine Funktion bekommen, wo keine Stadt im traditionellen Sinn war. „Globale Dörfer“ im engeren Sinne sind jene Siedlungsformen, an denen die Knotenpunkte der unendlichen Stadt mit den Lebensmöglichkeiten der ländlichen Räume eine nachhaltige Symbiose eingehen. ˧

[Musik] ˧

Outro    

Soweit mal ein paar Notizen aus dem Beitrag zu den tagen der Utopie im Jahr 2003, mit ein paar Impressionen und Motiven, die ich aus ganz verschiedenen Richtungen gesammelt habe. Inspiration habe ich bekommen etwa durch die Teilnahme in der Jury des Parc Bit Architekturwettbewerbs 1994 in Palma de Mallorca, durch Aufenthalte in Arcosanti, durch meine Zeit in Samos und Kreta, durch Tony Gwilliams grandiose Vision Synchroni - City, durch Christine Ax, Heinz Göd, Frithjof Bergmann, durch Claude Lewenz, Richard Register, Joseph Smyth und viele andere die schon lange die scheinbar so unbekannte Zukunft durchmessen und entworfen haben. Eine jede Idee wirft tausend Fragen auf, ein jedes Muster braucht andere, um zu funktionieren, aber ich hoffe dass ich heute die letzten Unklarheiten beseitigt habe, worauf diese Sendereihe hinausläuft. Wir brauchen uns vor der Zukunft nicht zu fürchten, eine gute Zukunft ist schon längst erfunden und doch immer noch offen für Verbesserungen. Und wir alle sind dazu aufgerufen, zu diesem Gemeinschaftswerk unseren Teil beizutragen. Ach ja, für alle die diese Sendung live hören: die Tage der Utopie 2021 haben heute begonnen und gehen bis zum 1. Mai, siehe www.tagederutopie.org. Und auf noch eine veranstaltung möchte ich hinweisen, das Internationale Online festival re:build Ende dieser Woche. Da geht es um regenerative Dörfer und ihr trefft die Gestalter der globalen Dörfer von morgen. https://re-build.co/ Ich verabschiede --- ˧

Aktuelle Themen ˧

re:buid ˧

Musikauswahl    

1. Artist: Discount Fireworks
Track: Flourish #2
Album: Flourish
https://freemusicarchive.org/music/Discount_Fireworks/Flourish/Discount_Fireworks_-_Flourish_-_02_Flourish_2
Flourish #2 by Discount Fireworks is licensed under a Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 United States License.
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2 Artist: Lobo Loco
Track: Way Back To Eden
Album: Space Prophecy
https://freemusicarchive.org/music/Lobo_Loco/Space_Prophecy/Way_Back_To_Eden_ID_548 Way Back To Eden (ID 548) by Lobo Loco is licensed under a Attribution-NonCommercial?-NoDerivatives? 4.0 International License. ˧

3 Artist: Shaolin Dub
Track: Awake
Album: The Urban Chronicle https://freemusicarchive.org/music/Shaolin_Dub/The_Urban_Chronicle/Awake_1005 Awake by Shaolin Dub is licensed under a Attribution-NonCommercial?-NoDerivatives? 4.0 International License. ˧

4 Artist: Spectacular Sound Productions
Track: Beauty
Album: Beauty
https://freemusicarchive.org/music/Spectacular_Sound_Productions/Beauty_1695/Beauty_1301
Beauty by Spectacular Sound Productions is licensed under a Attribution-ShareAlike?
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ ˧

5 Artist: Maxim Kornyshev
Track: Autumnal Time
Album: Green World
https://freemusicarchive.org/music/Maxim_Kornyshev/Green_World/Maxim_Kornyshev_-_Green_World_-_02_Autumnal_Time
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
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Fußnoten    





[1] https://www.welt.de/debatte/kommentare/article127150024/Die-Provinz-muss-neu-erfunden-werden.html