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Willkommen im Globalen Dorf /
11 Der Archimedische Punkt


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Transkripte: /Melichar /Ziegler /Bärnthaler ˧

Sendung

https://cba.fro.at/463137 ˧

I Intro

(Mit Musik) Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, hier ist wieder einmal Franz Nahrada aus Bad Radkersburg mit der 11. Sendung in der Reihe "Willkommen im Globalen Dorf". Jeden 4. Montag um 18h auf Radio Agora frisch aus dem Last Minute Studios in Wien und Bad Radkersburg. Der Sinn und die Absicht dieser Sendung ist es, beizutragen zu einem Bewusstseinswandel über mögliche Zukünfte. Im Zentrum steht die Zukunftsvision einer Wiederauferstehung des Dörflichen, als logische Konsequenz der grundlegenden technischen, sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritte und Einsichten und Möglichkeiten unserer Zeit. Nicht nur das Dörfliche in der Stadt ist hier angesprochen, sondern tatsächlich die Neubewertung und Neugestaltung menschlichen Lebens in ländlichen Räumen, inmitten und mit der Natur. Ich stelle mich damit ganz bewusst gegen den heute konstatierten und ständig reproduzierten Trend des Wachstums der Ballungsräume. Es geht mir um nicht weniger als um ein Modell des Dörflichen, das sämtliche Vorteile der Stadt in sich aufnehmen kann, ohne seinen Charakter der Einbettung und Synthese mit Natur und Landschaft zu verlieren. Ich nenne dieses Modell Globales Dorf und berufe mich dabei auf Marshall McLuhan, der diese Wortschöpfung in die Welt gesetzt hat, um etwas zunächst völlig anderes zu charakterisieren. das kann man im Sendungsarchiv in der ersten Folge nachhören. Heute geht es um die Frage, was der Punkt ist, um den scheinbar so verhängnisvollen Lauf der Welt aufzuhalten, die Beharrungskräfte, die uns scheinbar unaufhaltsam nicht nur in die totale Verstädterung, sondern auch in den totalen Kollaps einer bewohnbaren Erde treiben, auszuhebeln. Damit beginnt auch ein neuer Zyklus in unserer Sendung, denn das Thema heißt Bildung.
(Musik Fade Out)3:37 ˧

II . Fortsetzung Intro

Der Philosoph Archimedes soll gesagt haben: gebt mir einen Punkt außerhalb der Erde und ich kann diese Welt aus den Angeln haben. Was als leicht schematische Illustration des Hebelgesetzes gedacht war, lässt sich aber auch so verstehen: Erlauben wir uns, uns eine andere Welt vorzustellen, und gestalten wir diese Vorstellung konkret, das heißt zusammengewachsen aus all den vielen Möglichkeiten die es tatsächlich gibt. Ich glaube an diese Macht der guten Vorstellung und die Idee, dass die Wirklichkeit einer wirklich guten Idee nicht standhält (Marx). Alles auf der Welt, das Gute und das Schlimme, beginnt im Geist (JohnMcConnell?). Eine Idee muss reale Möglichkeit ausdrücken, darf eben gerade deswegen auch über die Realität hinausgreifen. „Denken heißt Überschreiten“ sagt Ernst Bloch im Prinzip Hoffnung. Oder wie ein Gast in unserer heutigen Sendung sagt: ˧

(Adalbert Melichar, was ist Bildung) ˧

Das ist der Leiter der Stadtbibliothek von Fischamend, wir werden später noch mehr von ihm hören. Diese erste Bestimmung von Bildung wird zumeist übersehen, Bildung ist wirklich und wahrhaftig die Grundbedingung von Autonomie, der Möglichkeit, selbst zu entscheiden und zu handeln. In diesem Sinn ist Natur die erste Bildungsinstanz, weil wir sie in ihrem Ablauf beobachten können, ohne diesen Ablauf schon im Lichte vorgefasster Konzepte und Indoktrinationen betrachten zu müssen. Wir werden sehen dass daher das Dorf nicht nur durch seine Menschen, wie das afrikanische Sprichwort ausdrückt, sondern auch und vielleicht noch mehr durch die freie Natur, die es umgibt, die elementare Bildungsumgebung schlechthin ist, deren Funktion durch Eltern und Schule nur unzureichend und verzerrt wahrgenommen werden kann. ˧

Aber wir wollen ja umgekehrt zunächst über die Wichtigkeit der Bildung für das Dorf sprechen. Als ich meine lange Reise zu den Globalen Dörfern begann, durch die Begegnung mit dem Computerwissenschafter Douglas Engelbart in Standord 1990, da hat er mir gezeigt dass die Konzeption einer solchen Idee nicht das Werk eines einzelnen Menschen sein kann. Er hat mir ein Modell vorgeführt, in dem viele Perspektiven, viele Bedürfnisse, viele verschiedene Wahrnehmungsweisen in einem beständigen Dialog sein müssen, um jene evolutionäre Weisheit hervorzubringen, die einen lebensfähigen Prototypen hervorbringt. Er hat an die vielen Reihen von Versuch und Irrtum verwiesen, die die Ingenieurskunst auf sich nehmen muss, um einen Prototypen zu entwickeln, der die an ihn gestellten Anforderungen erfüllt, egal ob es sich um ein Flugzeug oder um ein neues Medikament handelt. Um wieviel mehr steigt die Komplexität, wenn es um den sozialen Raum geht, und noch dazu um einen permanenten Lebensraum, der mit unseren inneren Bedürfnissen, mit den Menschen und der ganzen Gesellschaft um uns und mit der Natur gleichzeitig harmonieren und lebendig funktionieren soll. ˧

Damals habe ich das Labor für Globale Dörfer konzipiert, um die neuen Möglichkeiten der Technologie und der Kommunikation mit die neuen Einsichten der Ökologie und der Wissenschaft vom Menschen zusammenzudenken. Der Traum lässt sich beschreiben als das Treffen verschiedenster Menschen auf gleicher Augenhöhe, die wie in einem indianischen Medizinrad einander zuhören und auch wertschätzen, wenn sie ihre Beiträge zur Lösung des Problems zusammentragen. In diesem Sinn ist Bildung unabdingbare Grundbedingung der Entstehung Globaler Dörfer. Sie müssen voll und ganz durchs Bewusstsein gehen, etwas, was man von unserer gegenwärtigen Gesellschaft der unreflektierten Sachzwänge, blinden Notwendigkeiten und animalischen Reaktionen (Adorno:Lurche, Hegel: geistiges Tierreich) gerade nicht behaupten kann. ˧

Das heißt aber auch, dass wir Bildung durchaus an ihrem Begriff messen können; nicht alles, was uns heutzutage und in dieser Gesellschaft als Bildung entgegentritt ist auch eine. Bildung ist heutzutage - egal ob Staat oder Privat - institutionaliert als Einsortierung von Menschen in eine vorgegebene Hierarchie der Berufe, und da ist es kein Widerspruch, dass Schwierigkeiten in der Aneignung von Wissen, schlechte Noten, den Ausschluss vom weiteren Wissenserwerb bedeuten. Bildung erzeugt oder verfestigt Unterschiede an den Menschen, die sich zu veritablen Gegensätzen auswachsen. Womit sie schon wieder eine neue Aufgabe erhält, nämlich all das zu rechtfertigen und mit einem Schein der Begründung zu versehen. Dann ist es auch nicht mehr unbedingt Wissen das sie vermittelt, sondern Ideologie, oder wie man auch sagen könnte, Einbildung. Zur Einbildung gesellt sich die Kenntnis von Regeln und Verfahren, die notwendig sind, um einen bestimmten Beruf auszuüben - die Ausbildung. Was einer ist, was er oder sie darstellt, das entscheidet dann eben doch der Abschluss, der Titel. Wer den nicht schafft ist zumeist zu einem unteren Platz in der Hierarchie der Berufe verdammt, und kann sich aufgrund der geringeren Entlohnung auch viele Bedürfnisse abschminken. ˧

Kein Wunder, dass der ländliche Raum also an "Brain Drain" leidet. Vor Jahrzehnten ging ich einmal im Rahmen einer Veranstaltung anlässlich des Steirischen Herbstes mit dem Vizebürgermeister einer steirischen Gemeinde am Kulm durchs Dorf spazieren - und er deutete auf ein Haus nach dem anderen, wusste das Alter der Jugendlichen, so zwischen 15 und 18 Jahren, wusste genau was sie studieren oder lernen wollten und auch wo. Er sagte "Wenn sie etwas erfinden können, was uns diese jungen Menschen zurückbringt, machen wir Sie zum Ehrenbürger". ˧

Dies war eine der Momente, wo ich begriffen habe, daß der Archimedische Punkt in der Frage der Entwicklung der Globalen Dörfer tatsächlich darin liegt, an der Bildung anzusetzen. Zufällig hörte ich auch einen Vortrag von Peter Sloterdijk im Technischen Mujseum, der gerade sein Buch "Sphären" veröffentlicht hatte und von dem mir insbesondere die Ausführungen über das stästische Bildungsprivileg in Erinnerung geblieben sind. Ja, dieses Bildungsprivileg gälte es zu brechen. ˧

Ungefähr zur selben Zeit - so um 1998 - entwickelte der damalige Leiter der niederösterreichischen Landesgeschäftsstelle für Dorferneuerung, Magister Karl Trischler,die Idee, die chinesische Mauer zwischen Bildungssystem und Regionalentwicklung einzureißen. Dorferneuerung wurde bis dahin stark als Behübschung von Dorfplätzen und Förderung billigen Wohnrausm verstanden, doch halfen all diese Maßnahmen nicht gegen die zunehmende Landflucht. Er veranstaltete ein vierteljährliches Treffen in der landwirtschaftlichen Hollabrunn und lud die gesprächswilligen Erwachsenenbildner und Regionalentwickler ein, ein neues Modell für Bildung in ländlichen Räumen zu entwickeln, speziell auch aus der Idee heraus, dass uns das Internet noch mehr in die Lage versetzt, Bildungsangebote und Ideen auszutauschen. Im "Memorandum von Hollabrunn" stand schon 1998: "Die Initiative sieht Bildung im umfassenden Sinn als unabdingbare Voraussetzung für die Wahrnehmung lokaler Handlungsmöglichkeiten und persönlicher sowie gesellschaftlicher Entwicklungschancen." "Menschen (sollen) unterstützt werden, ihre Stärken und Talente zu erkennen, diese zu entwickeln und sowohl für die persönliche Existenzgründung und Lebensorientierung als auch im Gemeinwesen einzubringen." ˧

5 Jahre lang tagte "Bildung und Begegnung" in Hollabrunn, ermöglichte zwei mehrjährige Europäische Lernpartnerschaften im Erwachsenenbildungsbereich, stimulierte intensives Nachdenken über neue Berufe und neue Lernorte, Wissenslandkarten, innovative Bildungsangebote und sogar das erste Internet Handbuch für kommunale und regionale Arbeit. Letztlich wurden hier auch die Ideen geboren, die zur DorfUni führten. ˧

In den folgenden Sendungen werde ich mich ausgiebiger mit den Aspekten der innovativen Bildungsarbeit für und in ländlichen Räumen beschäftigen, auch Mitstreiter von damals und von heute zu Wort kommen lassen und versuchen, gute Muster zusammenzutragen die im Wechselspiel tatsächlich jenes enorme Unterfangen befördern können, das die Globalen Dörfer zur Realität werden lässt. ˧

Drei dieser MitstreiterInnen möchte ich Ihnen, möchte ich Euch schon heute vorstellen. Es ist meines Erachtens kein Zufall, dass zwei davon ausgerechnet aus dem Bibliothekswesen kommen. Vielleicht ist das allererste Muster, das wir bei der innovativen Bildungsarbeit auffinden, dass Bildung gerade nicht als homogenisierte und pasteurisierte Einheitskost verabreicht werden darf, sondern ein Dialog mit der jeweiliugen Person, wie eben auch eine gute Bibliothekarin ganz auf die jeweilige Person zugeschnittene Angebote macht. Es kommt auf den autonomen Menschen mit Unternehmergeist an, der in der Lage ist die eigenen Stärken und Schwächen mit denen anderer Menschen auszubalancieren. Wir brauchen ein Bildungssystem, welches den Lernenden die bestmögliche Unterstützung beim Stellen der richtigen Fragen und beim selbständigen Finden der besten Antworten zu bieten. Dies beinhaltet einen Prozeß der Selbstevaluation, aber auch eine realistische Annäherung an das, was wir in einer bestimmten Situation wissen müssen. ˧

(Musik) 19:02 ˧

III Elisabeth Ziegler

Elisabeth Intro "Mitten in der Welt" 5:01 -> 24:03 ˧

III Elisabeth Ziegler Feature

Elisabeth Ziegler Duregger ist ein Musterbeispiel für eine selbstbeauftragte und selbstbewusste visionäre Frau, die ein Gespür hat für die Nöte und Notwendigkeiten der Menschen - und sie hat einiges manifestiert. Sie hat vor vielen Jahren den Verein "Bildung bringt Frieden" gegründet, weil sie, ohne große Worte darüber zu machen, über den Wert der Bildung für die lokale und regionale Entwicklung weiß. Ihre Initiativen waren wegweisend, zum Beispiel als sie vorschlug, den Reichtum akademischer Aktivitäten in der Region sichtbar zu machen und alle Kräfte für die Verwurzelung akademischer Bildung in der Region zu bündeln. Auf dieses "Campus Osttirol" Projekt möchte ich in der nächsten Sendung zurückkommen. ˧

Interessant war ihre Begegnung mit dem Internet. ˧

Clip "Infonet Osttirol" ˧

Sie aber umgekehrt auch hat eine Internetseite "www.unizuhause.net" aufgebaut, um den Osttirolern die immensen Bildungsangebote die es heute schon gibt zu vermitteln. Die Vordenkerinitiative Osttirol machte sie zur Bildungssprecherin, nur um zu erleben, dass alte Fehler wiederholt wurden. So wurde eine neue Fachhochschulausbildung Mechatronik installiert, die jetzt mit mangelnder Nachfrage zu kämpfen hat. ˧

Elisabeth Clip Start 10:51 bis 11:44 "Es gibt mit so regionalen Studienangeboten folgendes Problem ..." ˧

Ich habe einmal über solche Projekte auch wesentlich unfreundlichere Worte gehört. Elmar Zepf, ein engagierter Regionalwissenschafter von der Bundeswehrhochschule München, verglich etwa in Jennersdorf das Errichten von solchen Ausbildungsstätten mit dem Aufbau von Katapulten, durch die man junge Menschen bewusst aus der Region herausschießt. ˧

Die Alternative ist freilich auch für Elisabeth noch wenig greifbar. Bildungsbedürfnisse, die aus lebendiger sozialer Interaktion entstehen, aus der von der Coronakrise stimulierten Entdeckung dass ein glückliches Leben in der Region viel eher möglich ist als außen, die ahben sich noch nicht artikuliert. Der offizielle Bildungsbedarf geht oft an der Mentalität der Menschen vorbei, etwa im Tourismus, wo zwar Menschen aus allen möglichen Nationen arbeiten, aber wenig Osttiroler. ˧

Elisabeth Tourismus mp3 ˧

Umgekehrt entstehen durchaus hochqualifizierte Arbeitsplatzangebote, Lienz erlebt einen wirtschaftlichen Boom. Die Jungen haben viel mehr Möglichkeiten, wer kann, geht nach Innsbruck oder Wien studieren. Eine neue Standortbestimmung wäre angebracht. Elisabeth hat sich aber aus der Erwachsenenbildung zurückgezogen und sich auf interreligiöse Bildung spezialisiert und widmet sich auch Feldern wie der Sterbebegleitung. ˧

Vielleicht können wir sie mit der DorfUni wieder ein wenig motivieren, neue Akzente zu setzen. Am 25. September, also in zirka einem Monat, wollen wir von unserer Konferenz in graz und Obergrafendorf hinaushören in die Regionen und uns auch umhören, welche Bildung, in Inhalt und Form, notwendig ist, um unsere Gemeinden zum Blühen und die Jungen zurück in die Region zu bringen. ˧

4. Elisabeth Feature 9:25 + 24.01 = 33.28 16 Minuten verbleiben. ˧

Endet mit Musik. ˧

IV Christine Bärnthaler

Christine Bärnthaler ist eine weitere Weggefährtin, die ich heute vorstellen möchte. Auch sie arbeitet an der Schnittstelle von Bildung und Regionaler Entwicklung, auch wenn sie von der anderen Seite kommt: ˧

"Mein Werdegang ... aber auch Universitäten" ˧

Diesen Universitäten und ihrem enormen Potential für die Förderung der Lebendigkeit von Regionen hat sie sich anschließend zugewandt, und konnte mit einem Auftrag des Lebensministeriums zusammen mit Günther Machner das Handbuch Wissenschaft - Region verfassen. Durch viele Interviews in verschiedensten Zielgruppen gelang es ihr, die Barrieren zu identifizieren die einer gedeihlichen Zusammenarbeit zum beidseitigen Vorteil im Weg stehen.Dass Wissenschaft eine andere Sprache spricht als die Menschen in der Region, dass ihre Outputs wie etwa Klimakarten oft nicht brauchber sind, weil zu spezialisiert, zu detailliert, zu abstrakt, zu analytisch. Sie entwickelte ein Kooüperationsmodell, das auf Menschen beruht, die beide Welten kennen, beide Sprachen sprechen und zum Abbau von Vorurteilen beitragen könnten. ˧

Und sie hat sich auch intensiv mit Beispielen beschäftigt, wie es besser gehen könnte: ˧

(Christine Beispiele Integration 4:51 ) ˧

Was aber wirklich notwendig ist um zurückzukehren ist, dass man sich mit Gleichgesinnten in der Region oder noch besser gleich am Wohnort zusammentun kann, etwa zum Coworking, um nicht zu Hause zu versauern, und dass es in der Region ein buntes Kulturangebot gibt. Das Zusammenbringen von Gleichgesinnten in ländlichen Regionen ist paradoxerweise aber viel schwieriger als in der Stadt, weswegen etwa Orte wie Bildungshäuser eine enorm wichtige Funktion haben. ˧

Christine hat sich auch dem Kreis der DorfUni -Macherinnen angeschlossen, und ich habe sie gefragt was ihr dabei persönlich am wichtigsten ist: und die Antwort ist vor allem BotschafterInnen, die die Welt ins Dorf bringen: ˧

(ChristineDorfUni?.mp3 endet mit Musik) 33.28 + 13.33 = 47,01 ˧

V Adalbert Melichar

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Unsere Sendung hier bei Radio Agora neigt sich dem Ende zu, aber der Herr vom ganz am Anfang ist mir noch sehr wichtig. Auch er ist eine meiner großen Inspirationen gewesen, und ich konnte ihn tatsächlich noch zum Interview gewinnen. Genauso wie für Elisabeth Ziegler und Christine Bärnthaler ist fürr ihn die Bildungsarbeit nicht bloß Job, sondern auch Erfüllung und Sinngebung ˧

<Personal Intro> 2.11. ˧

Mit seinen 78 Jahren sucht der vielfach ausgezeichnete und vielfach aktive Erwachsenenbildner rnoch immer nach neuen Wegen, über Bildung die Welt besser zu machen, vor allem in kleinräumlichen Einheiten. Damit hat der "etwas linksorienbtierte Sozialdemokrat", wie er sich selber nennt, auch die Anerkennung in der landespolitik gewonnen, Die Kleinstadt, das Dorf, der Ort den Menschen wirklich fühlbar gemeinsam mitgestalten können, nennt er einen ausbaufähigen Zukunftraum und Zukunftsraum. Aber dieser Raum braucht ein starkes Zentrum. Fischamend Markt und Fischamend Dorf mussten zur Stadt die in der Seele ein Dorf bleiben will zusammenfinden. Für das Verstehenlernen und Kennenlernen wurde die Bibliothek immer wichtiger. Verschiedenste Zielgruppen, Eigenheiten und Potentiale werden sichtbar. Entwicklungen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht lassen sich in der kleinen Welt der großen Welt vorleben und vorzeigen. ˧

<MelicharZukunftsraum?> <Melichar Gemeinde> 1.17 <Melichar Gemeinde2> <Melichar Bildung Zukunftsraum ...> ˧

Das war die 11. Sendung aus der Reihe "Willkommen im Globalen Dorf" auf Radio Agora FM 105,5 am Dobratsch und unter anderem auch auf 92,6 in Bad Radkersburg. Wir hören uns wieder am 28.September, wo das Thema von heute fortgesetzt und vertieft wird. Für alle, die wie Adalbert Melichar, Eliabeth Ziegler und Christine Bärnthaler viel vom ländlichen Raum als Zukunftsraum halten und von der unabdingbaren Notwendigkeit, den schlafenden Riesen mit gezielter Bildungsarbeit aufzuwecken, gibts jetzt eine Einladung: Eine zweitägige Synchronkonferenz in Graz und Obefrgrafendorf am 25. und 26. September wird sich mit der kooperativen Weiterentwicklung der DorfUni beschäftigen; und alle BotschafterInnen in Spe, freie Radios, QuerdenkerInnen und NetzwerkerInnen sind aufgerufen, am 25. September abends um 18h kleine Keimzellentreffen in Dörfern zu veranstalten und die wünschenswerte Zukunft der Bildung zu besprechen. Nähere Informationen aug www.dorfuni.at. ˧

Musikauswahl

Bildnachweis

http://www.ilf.or.at/buchpraesentation-prof-adalbert-melichar-geliebte-stadt-gelebte-zeit/ : Am 17. Jänner 2020 stellte ILF-Ehrenmitglied Prof. Adalbert Melichar sein neues Fischamend-Buch vor. ˧

https://www.dolomitenstadt.at/wp-content/uploads/2013/03/Elisabeth-Ziegler-Duregger.jpg ˧

Wichtige Vorarbeiten