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Gespräch am 29.4.1993
mit Wolfgang Slapansky (S) und Fritz Endl (E)

18.8.2013: Frau Joachinbauer wohnte zum Zeitpunkt des Gesprächs mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann noch im Haus Zur Spinnerin 2.

S: Sie sind da aufgewachsen?
J: Nein, ich bin erst in den 30-er Jahren hierher gekommen.
S: Wie hat denn die Gegend da ausgeschaut?
J: Das waren da alles Gärten.
E: Waren da nur Gstätten oder schon Gärten?
J: Das waren alles Schrebergärten und die Hellerwiesen. Statt der Gemeindebauten war ein teil die Hellerwiesen und anschließend waren Schrebergärten. Links von der Buchengasse vor der Kirche, das waren alles Schrebergärten und die Grabeländer. Die waren am längsten.
S: Wo aber die Leute nicht gewohnt haben?
J: Nein, die haben dort so Werkzeughütterln gehabt und zum Unterstellen.
S: Und auch Kleintiere wie Hasen, Hühner und so?
J: Ja, haben sie auch drinnen gehabt. Schweine nicht, das weiß ich nicht.
S: War das für Leute, die in der Gegend da gewohnt haben?
J: Der Großteil hat da in der Gegend gewohnt.
S: Also in Zinshäusern gewohnt…
J: …und da ihren Schrebergarten gehabt, ja. Auf der Hellerwiesen hat mein Mann Fußball gespielt mit den Fetzenlaberln, die´s g´habt haben. Und seine Mutter, wenn´s g´rufen hat, dann hat´s halt beim Fenster gerufen: Pepiiiii!“ Sie hat eine so schrille Stimme habt, dass man´s bis auf die Wiese dort g´hört hat.

E: Was für ein Jahrgang ist ihr Mann?
J: Mein Mann ist 1910 da im Haus geboren worden. Sein Großvater war bei der Firma Weber Fuhrwerker und die Onkeln und mein Mann waren auch Fuhrwerker.
S: Hat es abgesehen von der Hellerwiese noch freie Wiesen oder Gstätten gegeben? Oder waren das hauptsächlich schon Gründe, die abgesperrt waren?
J: Da haben´s überall reinkönnen, außer es waren Schrebergärten. Über die Wiesen hat jeder dürfen. Das war immer eine Abkürzung zur Heller-Zuckerlfabrik rauf.
S: Kann man sich das so vorstellen: Blöcke von Wohnhäusern und dazwischen Blöcke von leeren Grundstücken?
J: Ja, das war alles noch leer. Da war noch kein Wohnhaus. Da war das erste Haus unten in der Fernkorngasse.
E: Abgesehen von den Weberhäusern.
J: Die Weberhäuser waren schon da. Aber in der Richtung zum Heller war sonst keines. Da waren nur Schrebergärten und Wiesen. Ja und beim FC-Wien-Platz, das war ja ein Fußballplatz. Da bin ich mit meinem Mann noch zu den Match gegangen.
S: Bis wann ist denn der FC-Wien-Platz da gewesen in der Angeligasse?
J: Ich schätze, das war so um 1954.
S: Also noch nach dem 2.Weltkrieg?
J: Ja, da waren wir schon eine Weile verheiratet und wir sind schauen gegangen.