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Diese Webseite ist ein Angebot für Kindergärten, Schulen und hier lebende Kinder, Jugendliche und erwachsene BewohnerInnen, sie als Informations-und Diskussionsplattform mit regionaler Verwurzelung zu benützen.

Siehe dazu auch Projekt "Bildungsgrätzl Triesterviertel"

Inhaltsverzeichnis dieser Seite
Chronik2019   
Chronik2018   
Chronik2017   
Chronik2016   
ChronikBis2015   
Verschiedenes zu den Themen "Bildung, Erziehung oder Schule"   
Buch von Susan Neiman: "Warum erwachsen werden? Eine philosophische Ermutigung"   
Buch von Heidi Schrodt „Sehr gut oder Nicht genügend - Schule und Migration in Österreich“   
20.9.1989 Peter Gstettner: "Neue Bildungsaufgaben im multikuturellen Europa"   
VerschiedeneLinks   

Chronik2019    

Chronik2018    

Chronik2017    

Chronik2016    

ChronikBis2015    

Verschiedenes zu den Themen "Bildung, Erziehung oder Schule"    

Buch von Susan Neiman: "Warum erwachsen werden? Eine philosophische Ermutigung"    
(Hanser Berlin, 2014)

Besonders der Abschnitt über "Erziehung" (S.137) hat mich sehr beeindruckt.

Buch von Heidi Schrodt „Sehr gut oder Nicht genügend - Schule und Migration in Österreich“    
(Verlag Molden, 2014)

Daraus Konkrete Vorschläge und Forderungen für eine zeitgemäße Bildungsreform

20.9.1989 Peter Gstettner: "Neue Bildungsaufgaben im multikuturellen Europa"    
(Pressetext zu einer Bildungsmatinee der Wiener Volkshochschulen)

FritzEndl: Ein zeitlos wertvoller Beitrag von Univ.Prof.Peter Gstettner zum Thema: "Lernen auf dem Weg nach Europa" aus dem Jahr 1989.
Mit ihm und anderen habe ich 1976 die noch immer erscheinende pädagogische Taschenbuchreihe "Schulheft" begonnen.

Wie das „gemeinsame Haus Europa“ in ein paar Jahren aussehen wird und welches die zukünftigen Anforderungen an Aus- und Weiterbildung in unserem Land sein werden, ist heute weniger denn je prognostizierbar. Schritte in die soziale Realität der „multikulturellen Gesellschaft“ sind jedoch heute schon dringend gefragt. Von der Notwendigkeit des „Interkulturellen Lernens“ ist das Österreichische Bildungssystem mehr oder weniger „überrascht“ worden. Die bildungspolitischen Antworten auf die Minderheiten-, MigrantInnen- und Flüchtlingsprobleme sind reaktiv statt innovativ.

Interkulturelles Lernen erschöpft sich keineswegs darin, dass den „einheimischen“ Schulpflichtigen irgendwelche Fremdsprache als Frei- oder Wahlfächer vermehrt angeboten werden und die „Minderheitenkinder“ mit ihren fremden Sprachen und Kulturen möglichst rasch an das bestehende Schulcurriculum angepasst werden. Dass daneben gleichzeitig Institutionen der Aussonderung neu geschaffen werden (Ausländerklassen, Sonderschulklassen, separierte Klassen für Minderheitenangehörige, z.B. Slowenen in Kärnten), zeigt die Konzeptlosigkeit, mit der derzeit auf die Anforderung ethnischer Vielfalt reagiert wird.
Die Neuorientierung österreichischer Bildungspolitik „auf dem Weg nach Europa“ müsste nach pädagogischen und sozialen Standards erfolgen und sollte (neben anderen) zumindest jene Elemente aufnehmen, die in anderen Ländern bereits erfolgreich erprobt werden:

+ Eine deutliche Absage an eurozentrische Bildungskonzepte, einschließlich der integrierten Aufklärung über deren Anfälligkeit für Kolonialismus, Rassismus und Faschismus.
+ Eine deutliche Kritik von Modernisierungskonzepten, die fremde Kulturen als überwindbaren Hindernisse oder als Belastungen auf dem Weg zur Vereinheitlichung der europäischen Marktordnung und Technologiegesellschaft ansehen.
+ Eine deutliche Adressierung des interkulturellen Lernens an Kinder und Erwachsene der Mehrheits- und Minderheitsgesellschaft, wobei das Prinzip der Verständigung und Wertschätzung in seiner Wechselseitigkeit zum Tragen kommen muss (regionale Zweisprachigkeit, Regionalcurricula usw.)
+ Eine deutliche Öffnung von institutionalisierten Lernfeldern für die Umgebungskulturen (Konzept der Community Education, Nachbarschaftsschulen, offene Lernwerkstätten und Wissenschaftsläden, freie Radios ( siehe) und regionale Medieninitiativen usw.)
(Hervorhebungen FE)

Peter Gstettner (Jg.1945) war Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt/Celovec, Schwerpunkt: Interkulturelle Bildung. Lebt in Kärnten.
Literatur: Jürgen Zimmer,Elisabeth Niggemeyer: Macht die Schule auf, lasst das Leben rein - Von der Schule zur Nachbarschaftsschule. Beltz, Weinheim, 1986

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