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2.Gespräch im Triesterviertel"
am 13.6.2007 im "Phönix-Haus", dem künftigen Privat Gymnasium, 1100 Wien, Knöllg.20-24

Thema: "Was geschieht mit den Sportflächen rund um den Eisring-Süd?"

Podium:
Erich Cosic, Obmann des Elternvereins der VS Knöllg.59
Kathrin Gaal, SPÖ-Gemeinderätin
Dr. Beatrix Götz, Wiener Stadthalle (Verwaltung)
Sabine Walchhütter, Wiener Kinderfreunde

Veranstalter und Moderation: Fritz Endl für die Plattform „MACH MIT! im Triesterviertel“

............Eisring mit dem ehemaligen Fußballplatz und den ehemaligen Tennisplätzen



Vorbemerkung: Die folgenden Beiträge sind mit einem digitalen Gerät aufgenommen und von Fritz Endl aufgeschrieben worden. Durch eine technische Ursache (es wurde unbemerkt zeitweise die Stop-Taste gedrückt) sind leider nicht alle Wortmeldungen aufgezeichnet worden. Manche mündlichen Formulierungen sind beim Verschriftlichen etwas vereinfacht, verständlicher gemacht oder Wiederholungen gekürzt worden. Wenn gewünscht, können künftig die „Gespräche im Triesterviertel“ auch im Original ganz oder teilweise „nachgehört“ werden. Kommentare und Ergänzungen sind erwünscht.

Endl: Ich darf sie, das Podium und die Besucherinnen und Besucher herzlich begrüßen bei unserem zweiten Gespräch im Triesterviertel. Das erste Gespräch hat vor zirka einem Monat stattgefunden und hat das Thema Verkehrssicherheit gehabt rund um die Kindergärten und Schulen oben in der Quaringasse und Knöllgasse. Wie sie ja wissen hat dieses Gespräch im Triesterviertel das Thema „Was geschieht mit den Sportflächen rund um den Eisring-Süd?“ Kurz zur Plattform MACH MIT!: Die meisten kennen sie ja und hören das schon zum wiederholten Mal. Mein Name ist Fritz Endl, ich bin Pensionist, wohne seit 1980 fünf Minuten von da und engagiere mich hier im Grätzl für Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaft, soweit das ein privater Bewohner machen kann. Ich bin aber mit vielen Einrichtungen und Personen in Kontakt, also ein typischer Vernetzer. Diese MACH MIT! Plattform ist eigentlich in Zusammenhang mit diesem Haus, in dem wir uns hier befinden, entstanden. Dieses Haus war früher ein Wöcherinnenheim, um ca 1900 erbaut und später eine Krankenpflegeschule. Für die Menschen, die hier zur Welt gekommen sind, ist dieses Gebäude emotional sehr positiven besetzt. Vor ca zwei Jahren ist es im Zusammenhang mit dem Franz Josef Spital an ein Maklerbüro verkauft worden. Weil nun die Gefahr bestand, dass das Haus abgerissen wird, haben wir über 700 Unterschriften organisiert, was relativ viel ist mit unseren geringen Möglichkeiten und daraus ist diese Plattform entstanden. Dann ist das Haus, zwar nicht wegen der Unterschriften, aber glücklicher Weise, vom Phönix-Institut gekauft worden.

Walchhütter: Mein Name ist Sabine Walchhütter. Ich arbeite bei den Wiener Kinderfreunden, leite die Abteilung der Freizeitpädagogik und bin unter anderem auch für Favoriten zuständig. Wir haben im 10.Bezirk sehr viele Parkbetreuungsprojekte, die sie wahrscheinlich kennen. Ich bin hier eingeladen worden, um auch die Interessen der Kinder und Jugendlichen zu vertreten. Es sind ja leider hier keine Kinder und Jugendlichen anwesend und bin deshalb von Herrn Endl eingeladen worden, um den Blick auch darauf zu werfen.

Gaal: Mein Name ist Gaal. Ich bin im Wiener Gemeinderat und sitze dort im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Ich bin auf Einladung des Herrn Endl, danke vielmals, danke auch ihnen fürs Kommen und freue mich, ihnen heute ein bißl was über die Planungen zum Eisring Süd erzählen zu können, obwohl ich von Beginn an ehrlich zugeben muss – der Herr Endl weiß es ja schon, weil er bei der letzten Veranstaltung dabei war – wir befinden uns wirklich bei der Planung erst in der Anfangsphase, also wirklich ganz ganz zu Beginn. Das heißt, Ich kann ihnen erzählen, was für Ideen sind, was man versucht zu machen und möchte es ihnen unbedingt auch erzählen, weil sie als Anrainerinnen und Anrainer wissen sollen, was sich dort tut und deshalb freut es mich, dass ich heute hier sein darf. Danke schön.

Götz: Guten Abend, mein Name ist Beatrix Götz. Ich arbeite in der Wiener Stadthalle und bin unter anderem auch für die Verwaltung des Eisrings zuständig. Vielen Dank für die Einladung und nocheinmal danke, dass sie gekommen sind. Ich bin hauptsächlich da, denke ich, um den derzeitigen Iststand ein bißchen zu dokumentieren, um ihnen sagen zu können, wieviele Kinder und Jugendliche unsere Gäste sind, wieviele Leute zum Publikumseinslaufen kommen, wo wir sehen, dass die Eislauffläche von der Bevölkerung sehr gut genützt ist, von den Frequenzen und Vermietungen an zwei Vereine erzählen.

Cosic: Guten Abend, mein Name ist Cosic Erich. Ich bin in meiner Funktion als des Elternvereinsobmann der Volksschule Knöllgasse, bin in dieser Fuktion nicht nur ein Wissenträger sondern auch ein Wissensdurstiger, der gerne erfahren möchte, was da in der Zukunft geplant ist und was da passieren soll und kann, um all diese Gerüchte, die man so hört, ein bißl ins Licht zu führen.

Endl: Ich möchte etwas nachtragen. Es gibt zu diesen Gesprächen im Triesterviertel zwei Grundregeln, eigentlich nur eine, die auch die andere ergibt: Die eine ist, dass niemand von sich glauben sollte, dass er alleine nur die Wahrheit verkündet und die zweite ist, zuhören können. Diese zwei Regeln ersuche ich zu berücksichtigen.....Ich ersuche Frau Gaal, uns etwas über den Istzustand zu erzählen, damit wir einen Überblick haben, was kann sie sagen und was nicht.

Gaal: Ich hoffe, dass wir heute nicht zum Streiten kommen, ich glaube, dass wir alle die hier sitzen wollen, dass endlich Bewegung in das Projekt Eisring-Süd kommt, denn so wie sich derzeit der Eisring darstellt kann nicht das Ziel sein, dass es weiterhin so bleibt. Was ich ihnen nur erzählen kann und will, dass sich endlich, sieben Mal unterstrichen, etwas tut beim Eisring-Süd. Es wird ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren geben und bei diesem Verfahren gaht es dann um die mögliche künftige Nutzung beim Eisring-Süd. Sie beinhaltet Wohnbebauung, eine große und eine kleine Eisfläche, eine Freifläche zum Eislaufen, Büros und Einkaufen. Wie ich bereits zum Beginn gesagt habe, meine Damen und Herren, dürfen sie mich nicht auf jedem Punkt festnageln, den ich ihnen da erzählt habe, weil bei so einem Wettbewerbverfahren kann sich vieles tun. Vom Bezirk her ist es wichtig und da wird mir auch der Obmann des Elternvereins Recht geben, dass wir wieder eine adäquate Eisfläche für unsere Kinder bekommen, nämlich sowohl in der Halle als auch im Freien, denn es geht ja nicht nur den Favoritner Kindern, Schülerinnen und Schüler, die Eisluffläche ab, sondern es betrifft auch jene aus dem 11., 12. und 23.Bezirk, die jetzt sogar in die Albert Schulz-Halle fahren müssen, was sicher keine Lösung ist, die auf Dauer weiter verfolgt werden soll. Es wird ein Wettbewerbsverfahren geben, da sind dabei die Stadt Wien und auch der Bezirk und wir werden uns verstärkt dafür einsetzen, dass es wieder eine adäquate Eislauffläche hier geben wird. Danke vorerst.

Kraupa: Mein Name ist Walter Kraupa. Ich unterstütze Herrn Fritz Endl. Ich war auch damals bei der Veranstaltung in der Gußriegelstraße vor zwei Wochen und bin daher vorinformiert. Bevor man darüber redet, was später einmal geschieht, kann man nicht vorher die große ehemalige Eisfläche für Radfahrer oder Skateboarder ? Herr Endl und ich haben uns darüber schon im vorigen Jahr unterhalten, ob nicht Kinder und Jugendliche diese Flächen sportlich benützen können und auch die Kronenzeitung hat uns unterstützt. Es passiert sonst immer wieder, dass die Häuserblocks für wilde Radfahraktivitäten benützt werden und gefährliche Situationen entstehen. Ein Großteil vom Areal steht leer und das wäre schon ein Hit, wenn man da noch vor Baubeginn etwas machen könnte. Klar müsste das mit Aufsicht geschehen. Jetzt stehen die Ferien vor der Tür und es ist schon wieder sehr knapp.

Götz: Ich möchte noch ganz kurz dazu sagen, dass wir als Wiener Stadthalle den Eisring im Namen und zur Rechnung der Stadt Wien im Sportamt der Stadt Wien verwalten. Das heißt, solche Anregungen gebe ich gerne beim Sportamt der Stadt Wien weiter. Wir selbst sind eigentlich die Durchführenden, die jene Sachen organisieren, die die Verwaltung betreffen. Ich werde die Anregung weiterleiten und sie informieren bzw. sie Herrn Endl sagen. Zum Skateboarden gebe ich nur zu Bedenken, der Betonbelag auf der ehemaligen Eisfläche ist nicht ganz in Ordnung und ist daher ein Sicherheitsrisiko.

Spitzer: Mein Name ist Walter Spitzer. Ich bin sehr traurig, dass es mit dem Eisring-Süd soweit gekommen ist. Ich glaube Bürgermeister Jonas hat ihn eröffnet und ich war bei dieser Eröffnung. Er hat gesagt: „Ich bin glücklich, der arbeitenden Bevölkerung diese herrliche Sportanlage übergeben zu können.“ Ich gehe dort oft vorbei und mir bricht das Herz, wenn ich sehe, wie das verkommen ist. Dort könnte man sehr viel machen und ich bin froh, dass jetzt endlich einmal etwas passiert, wiel es ist schon sehr lange her, dass ich dort glückliche Stunden verbracht habe mit Tennis und Fußball. Dort hat Wacker Wien gespielt, die Viktoria und Rudolfshügel haben gespielt, Freihsler und Brown Boweri haben dort Fußball gespielt. Es war was los damals und wenn ich jetzt vorbeigehe: Es ist nichts los, es ist tote Gegend praktisch und mir bricht das Herz, was aus dieser schönen Anlage geworden ist und ich bin glücklich, wenn jetzt endlich etwas passiert und es hat sehr sehr lange gedauert. Ich habe deshalb schon einmal an eine Zeitung geschrieben, aber es ist nie zu spät, sagt ein altes Sprichwort. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Gaal: Wir sind sicher alle einer Meinung, dass der Eisring-Süd so wie er sich jetzt präsentiert alles andere als akzeptabel ist. Es hat schon immer wieder sehr viele Anläufe gegeben, dort probiert etwas zu machen, was eben leider aus den unterschiedlichsten Gründen gescheitert ist. Es kann natürlich auch bei diesem Projekt noch immer irgendwas passieren, deshalb habe ich auch darum gebeten, mich nicht auf Punkt und Komma festzunageln, aber was ich ihnen noch zusätzlich sagen möchte und deshalb bin ich auch hier weil ich es ernsthaft und mit gutem Gewissen vertreten kann, ihnen das heute zu erzählen. Es hat bereits Vorgespräche zu diesem Projekt gegeben mit der Frau Bezirksvorsteherin Mospointner, mit der Frau Stadträtin Laska und mit dem Herrn Stadtrat Schicker. Also dieses Projekt wird jetzt wirklich ernsthaft betrieben. Das ist, was ich versprechen kann. Was aber dabei herauskommt, kann ich ihnen leider noch nicht sagen. Ich würde es wirklich gerne sagen, was rauskommen wird, aber ich kann ihnen versprechen, dass es wirklich ernsthaft betrieben wird.

Cosic: Zu den vorher angesprochenen Widmungen. Welche Vorschläge sind das ganz genau ? Gibt es schon prozentuelle Angaben, die wir schon besprechen könnten ? Wie ist das aufgeteilt ? Kann man sprechen von Wohnflächen 10 Prozent, 20 Prozent. Wie ist das aufgeteilt ? Weil das Areal ist relativ groß, wenn man es am Plan ansieht. (Fritz Endl zeigt den Stadtplam des Triesterviertels mit dem Eisring-Süd-Anteil) Noch eine kurze Frage: Ich denke, dass man mit ganz geringen bautechnischen Maßnahmen das Ganze schon jetzt recht vernünftig für Sporttreibende bereits jetzt so gestalten kann, bevor da noch ganz toll umgebaut wird. Es gibt zwei große Plätze, die stehen brach da, nichts wird verwendet davon. Es gibt die Halle, die für Sportvereine verwendet wird. Die steht eigentlich nur zwei Vereinen zur Verfügung, von uns und von den Eishockeyspielern. Da passiert eigentlich auch nichts und die stehen den ganzen Sommer eigentlich leer und man muss nicht viel tun, um das auszunützen.

Gaal: Zum ersten Teil ihrer Frage kann ich ihnen nur sagen, dass ich keine konkreten Zahlen für sie habe. Dazu ist es zu zeitig. Was ich jetzt im Kopf habe und weiß, ist, dass für den hinteren Teil in Richtung Windtenstraße, auf diesem großen Gebiet die Wohnbebauung geplant, dann kommen die Eislaufplätze und auf den vorderen Teil soll ein Supermarkt entstehen, das ist die Firma Spar, die auch Betreiber jetzt für dieses Projekt ist. Wieviele Wohnungen, das kann ich ihnen wirklich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Zum zweiten Teil ihrer Frage ist es schade, dass die MA51 nicht da ist, weil die das beantworten kann.

Götz: Frau Dr. Hoffmann ist derzeit nicht in Wien und tu mir schwer, über Zahlen Auskunft zu geben, die mir nicht zustehen. Das kann ich nicht.

Gaal: Und da kann ich leider auch keine Antwort darauf geben, warum man die Flächen einstweilen nicht anders nutzen kann. Ich kann nur versprechen, dass wir mit Frau Dr.Hoffmann Kontakt aufnehmen, vielleicht gemeinsam und dass wir eruieren, warum das nicht möglich ist und wir sie als Ansprechpartner nennen. Das kann ich ihnen anbieten, aber mehr kann ich ihnen dazu leider nicht sagen.

Cosic: Derzeit werden die kleine Eisfläche draußen und die Halle drinnen genutzt, aber die Sportflächen draußen, die liegen brach.

Derflinger: Guten Abend, mein Name ist Klaus Derflinger. Ich bin Hauptschullehrer und Sportlehrer in der KMS Knöllgasse und dazu habe ich eine Frage. Ich habe das bis jetzt noch nicht so mitverfolgt, aber mir kommt vor, sie planen ein reines Wintersportzentrum. Mich als Sportlehrer einer Schule gleich um´s Eck wäre es ein Traum, wenn ich da einen Fußballplatz hätte. Derzeit spielen wir in einem Betonkäfig. Das Nächste ist der Wienerberg, das ist aber kein Sportplatz, sondern ein Spielplatz und Erholungsgebiet. Das ist sehr mühsam, wenn die Menschen in der Wiese liegen und wir wollen Fußball spielen. Ich würde also bitten, wenn es möglich wäre, diese grünen Flächen am Plan so zu gestalten, dass man vier Tore hinstellen kann und man mit zwei Schulklassen hingehen kann. Das ist auch sicher im Sinn der Volksschule. Das wäre auch rechtlich nicht so ein großes Problem, weil wir Lehrer sowieso die Aufsichtspflicht hätten. Wir nutzen ja den Eisring auch und haben dort Aufsichtspflicht, aber wir haben keinen Platz und keine Gelegenheit, diese brachliegenden Flächen zu nützen.

Gaal: Wann stellen sie sich das vor ?

Derflinger: Vor den Ferien geht es nicht mehr, aber ich meine das schon für die Zukunft, dass es ein Ganzjahreszentrum gibt, weil ich gehe im Juni nicht eislaufen. Da gehe mit meinen Schülern bis in den Februar, März, dann ist zu und dann liegt das Ganze brach. Und gehe ich fast jeden Tag vorbei und sehe: Aha, da wäre die Laufbahn, weil auf einer 400 Meter-Bahn kann man im Notfall auch laufen, wenn es Asphalt ist. Außerdem könnte man das sicher baulich auch so umändern, dass das eine Tartanbahn ist, die man im Winter mit Eis überziehen kann oder sonst ein Lösung. Das kostet natürlich alles Geld, aber ich möchte doch zusammenfassend sagen, ich hätte gerne, dass wir da ein Ganzjahres-Sportzentrum haben, das wir als Schüler und Lehrer auch nutzen könnten. Das gilt auch für alle, die hier wohnen und auch für diese künftige Schule da in Zukunft, danke.

Götz: Ich habe mir die Eislauffrequenzen ein bisschen näher angesehen und da wir auch die Albert Schulz Halle betreiben, sehen wir schon, dass wir am Eisring weit mehr Schüler haben als beim Publikumseislaufen. Monatlich kommen 120 Schulklassen mit ca 51 000 Schüler gegenüber ca 41 000 Personen beim Publikumslaufen. Das ist doch eine ziemlich gewaltige Zahl. Die Gesamtfrequenz im Jahr inklusive unserer trainierenden Vereine im Gymnastiksaal sind an die 130 000 Personen, die den Eisring schon vorrangig im Winter benutzen, aber wir haben im Sommer jetzt Inlineskaten in der Halle. Das mieten Vereine an, die Inlinehockey spielen und die doch relativ gut gebucht ist. Das sind oft ehemalige Eishockeyspieler. Es schaut momentan etwas leer aus, aber es tut sich doch ein kleines bißchen was, natürlich nur im beschränkteren Maße.

Gaal: Ihr Eindruck ist schon richtig, dass wir uns stark dafür einsetzen, dass es dort adäquate Eisflächen gibt. Ich habe schon gesagt, weil das nicht nur ein Wunsch des 10.Bezirkes ist, sondern auch von Schulen aus den anderen südlichen Bezirken. Aber ich gebe ihnen Recht, dass man schon drauf schauen sollte, dass man den Eisring-Süd nicht nur im Winter benützen kann sondern ganzjährig, das ist auch richtig. Ich werde ihre Anregung gerne mitnehmen. Was ich auch noch erzählen wollte. Wir haben uns auch schon Gedanken gemacht, eine der beiden Eishallen auch in Bezug auf Klettern in Anspruch zu nehmen, denn es gibt in Wien nur eine Kletterhalle, die extrem stark gebucht ist, das ist eine Trendsportart, die wirklich boomt und unsere Überlegung geht darin, vielleicht auch in diese Richtung etwas zu machen. Also, ihr Eindruck ist richtig, wir setzen uns stark für die Eislaufflächen ein, aber wir vergessen den Sommer nicht und ich nehme ihre Anregung ganz sicher gerne mit.

Zenleser: Mein Name ist Werner Zenleser. Ich bin der österreichische Präsident vom Rollsportverband. Mir hat es jetzt schon ein paar Mal das Herz weh getan, wenn ich gehört habe, ein Fußballplatz soll kommen. Das tut mir fürchterlich weh. Ich bin froh, dass es den Eisring-Süd gibt. Ich habe zwei Bedenken gehabt. Das erste war eine Aussage von Herrn Podkowitz, dass der Eisring-Süd nicht mehr so heißen darf, weil es keine Eisfläche mehr gibt, das heißt, die Werbung ist negativ gegangen und wir als Verein sind in der Luft gehängt. Wir haben einen Kunstlauf oben etabliert. Was mir fürchterlich weh tut ist, wenn sie sagen, das sind die Eishockeyleute. Im Inlineskaterhockey sind wir dritte in der Europameisterschaft geworden und das zum Großteil mit Wienern mit einer Fläche zum Spielen. Wir sind jetzt bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Schlierenlauf (?) habe die Wiener von acht Medaillen sieben geschafft, obwohl sie nur auf einer Fläche trainieren können. Was würde passieren, wenn wir den Eisring-Süd wieder dorthin bringen könnten, wo er einmal war, dass nämlich die Fläche eine Eisringfläche ist. Wir könnten internationale Erfolge haben, wir könnten Favoriten herzeigen. Wir können´s jetzt nicht herzeigen, weil wir gar nichts machen dürfen. Das ist unser Problem und das ärgste Problem, was ist: Samstag, Sonntag zu. Das ist ein Wahnsinn. Wir können keine Meisterschaften machen, die Bundesländer können nicht nach Wien kommen, weil wir für Samstag, Sonntag extra zahlen müssen, wenn wir in der Halle im Kunstlauf österreichische Staatsmeisterschaften machenm müssen. Das kostet 80 -100 Euro, das kann sich kein Verein, das geht nicht, das ist eine kleine Sportart, ein kleiner Verein, der kann das nicht zahlen. Ich hätte zum Beispiel anzubieten: Wir haben ein Weltcupteam in Wien, das besteht aus 80 % Wiener Läufer, die würden gerne am Eisring-Süd trainieren, die können nicht, weil er zugesperrt ist. Die Betonfläche ist da, die Löcher sind aus Versuchsgründen entstanden. Jahrelang hat man Matten hingelegt, damit der Beton hin wird, nichts anderes, denn sonst wäre die Betonfläche noch komplett in Ordnung. Mit zwei Maurern könnte man das mit einem Schleiflack in zwei Tagen richten, das kostet wenn es viel ist vielleicht zweitausend Euro. Das Wichtigste wäre auch für die Kinder im Bezirk, dass wir vom ÖRSV Trainingseinheiten für Kinder anbieten, wir gehen zu den Schulen und wir stellen Trainer hinauf. Habe auch den österreichischen Nationaltrainer für Eisschnelllauf da, der sagt genau das gleiche. Wir zwei kämpfen wie die Löwen, damit wir Wien wieder zu einer Stääte des Schnelllaufs machen. Wir können´s nicht machen, weil uns die Hände gebunden werden. Wir haben in Österreich zwei Millionen Menschen und wir können keine 400 Meter-Bahn bieten, dann geht der Sport zugrunde und dann ist der Eisring-Süd genau verkehrt. Danke.

Götz: Kurz zur technischen Sache. Dass Betonfelder relativ leicht wieder saniert werden können gebe ich ihnen gerne Recht, das würde sicherlich funktionieren, aber die Eisfläche, die Ammoniakpiste unterhalb ist undicht. Wir haben den Eisring-Süd im Oktober 2001 relativ kurzfristig übernommen und die Auflage war, sofort wieder in den Eisbetrieb zu gehen. Wir haben auf Grund der Übernahme behördliche Überprüfungen gehabt, die nicht so passiert sind wie bei einer Neuübernahme und da wurde bei den Außenanlagen eine Druckprüfung der Ammoniakpiste gemacht und da ist festgestellt worden, dass sie undicht ist. Das heißt, die Sanierung dieser Ammoniakpiste oder Ammoniakrohre wäre zu diesem Zeitpunkt sicher nicht dafür gestanden und darum ist das bis zum heutigen Zeitpunkt auch nicht passiert. Das wäre auch eine Gefahr für die Umwelt, wenn Ammoniak austreten würde. Wir hätten auch keine behördliche Bewilligung bekommen. Beton kann man relativ leicht ausbessern aber die Ammoniakanlage darunter bedarf einer sehr sehr großen Investition und auch deshalb ist es nicht passiert, weil ja jetzt möglicherweise ein anderes Projekt in irgend einer Form geplant ist.

Endl: Es gibt ja auch einen aktuellen Anlass.......Daher würde ich jetzt gerne Frau Walchhütter, die ja die meisten Erfahrungen mit Kinder und Jugendlichen hat, das Wort erteilen mit der Frage: Wohin gehen die Kinder und Jugendlichen hin, die nur Käfige rundherum haben ?

Walchhütter Wie ich vorher schon gesagt habe, ich bin zuständig für die Parkbetreuung in Wien. Zum Eisring-Süd selbst kann ich persönlich wenig sagen. Ich betreue in Favoriten dreizehn Projekte im Rahmen der Parkbetreuung. Wir werden vom Bezirk beauftragt, diese Parkbetreuung durchzuführen, vor allem sehr viele Projekte in Innerfavoriten, aber vermehrt auch Triesterstraße, Kurpark Oberlaa und auch südlich heraus. Ein ganz wesentlicher Punkt ist, die Parkbetreuung ist immer in unmittelbarer Nähe der Kinder und Jugendlichen, dort machen wir, machen meine BetreuerInnen eben die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Unser Ansatz ist nicht, sie von dort zu vertreiben, wo sie leben, daher kann ich zum Eisring-Süd nicht viel sagen. Dort wo sie leben, sollen sich die Kinder auch aufhalten können, sollen sie sich austoben können, laut sein dürfen. Kann mich dem, was Herr Endl gesagt hat, nur anschließen. Kinder haben das Recht auf Freiflächen, daher ist ganz wichtig die Schaffung von Freiflächen, von Spielmöglichkeiten für Kinder und Jugendlichen, sich frei bewegen zu können, nicht eingepfercht zu sein, das ist ganz klar. Wo immer das ist, ob das jetzt am Eisring ist oder woanders. Ich habe ja einen Überblick über ganz Wien und da muss ich schon sagen, dass wir in Favoriten eigentlich sehr gute freizeitpädagogische Angebote haben, sehr vielfältige Angebote und da bin ich eigentlich sehr froh darüber, dass es wirklich toll ist in Favoriten. Aber wie gesagt, beim Eisring tu ich mir noch ein bißl schwer, weil das für mich ein bißchen eine fremde Materie ist.

Spitzer: Ich möchte noch einmal zurückkommen auf die Sache mit den Ammoniakrohranlagen. Das wurde schlecht gewartet. Ich weiß, sie können nichts dafür. Ich bin am Wiener Eislaufverein aufgewachsen und möchte nur sagen, dass dort die Ammoniakanlage seit glaube ich 1887 gewartet wird. Ich habe Freunde, die dort arbeiten, das wird gewartet Tag und Nacht. Es ist traurig, dass es hier verrottet ist. Wieso funktioniert es dort und natürlich kostet das Geld, das ist nicht billig. Ich mache ihnen keinen Vorwurf und bin froh, dass irgendetwas geschieht, danke.

Götz: Wir betreiben zumindest die Halle mit einer Ammoniakanlage und auch die Albert Schulz-Halle wird mit Ammoniak betrieben, weil es das energiesparendste Kältemittel ist, das uns für Eispisten zur Verfügung steht. Alles andere ist wesentlich aufwendiger und wir wissen, dass Wartung ganz dringend erforderlich ist. Und was wir aus dieser relativ alten Anlage herausholen und was unsere Mitarbeiter sehr ordentlich machen ist so, dass diese Anlage, die ja auch so alt ist wie die draußen, noch sehr effizient läuft. Aber wie gesagt, wir haben sie erst 1991 übernommen und ich kann von der Zeit vorher nichts sagen.

Gaal: Ich möchte noch etwas zu dem tragischen Fall in der Quellenstraße sagen. Weil sie sagen, die Kinder müssen in den Käfigen spielen, das ist zu laut für die Anrainer, da gebe ich ihnen schon Recht, aber man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass, wenn wir den Eisring jetzt umplanen, ob das jetzt Fußballplätze sind oder etwas anderes: Wir werden dort genau die gleichen Schwierigkeiten mit den Anrainern haben, weil es einfach so ist. Kinder machen Lärm, viele Leute fühlen sich belästigt, es gibt wenig Toleranz, das heißt, selbst wenn wir den Eisring in welcher Form auch immer hinbringen, werden wir genauso Schwierigkeiten haben wie woanders. Da muss man einfach durch. Als Beispiel möchte ich nur sagen, wir haben in der Kollmanngasse am Laaerberg einen wirklich tollen Kinderspielplatz und haben jetzt dort schon eine Bewegung, die sich gebildet hat gegen diesen Spielplatz, weil es so unglaublich laut ist. Ich kann schon verstehen, dass es manchen zu laut ist, aber wie schon gesagt, Kinder brauchen Bewegung, müssen sich austoben. Man darf sich der Illusion nicht hingeben, dass der Eisring Süd all diese Probleme in diesem Grätzl lösen wird.

Cosic: Gibt es einen Zeitplan mit der Planung ?

Gaal: Ich habe für sie kein Datum, ich kann ihnen sagen, dass es vor allem an der Esso-Tankstelle hängt, die sich im vorderen Bereich bei der Raxstraße befindet, da ist die Wien-Holding in Verhandlung. Wenn sich da ergibt, dass diese Tankstelle einen Ersatzstandort bekommt, mit dem sie leben kann, dann findet unmittelbar anschließend der Wettbewerb statt.

Cosic: Das heißt, das Areal umfasst neben dem Eisring auch die Essotankstelle ?

Gaal: Ja.

Stoff: Mein Name ist Hubert Stoff. Ich bin der Polizeiinspektionskommandant von der Zohmanngasse und somit zuständig für den Bereich Raxstraße bis zur Davidgasse und daher auch meine Anwesenheit zu diesem Thema. Mir liegt das Thema insofern sehr am Herzen, weil ich auch sehr viel Jugendarbeit betreibe und dort immer wieder auf dieselben Probleme stoße, die schon aufgeworfen wurden. In diesem Triestergrätzl ist kein einziger Spielplatz, keine Freifläche, die zur Zeit genützt werden kann. Der einzige kleine Käfig ist bei der Knöllschule oben, weil der zweite Käfig eigentlich auch gesperrt ist. Wir müssen schauen, dass wir die Kinder in Zukunft irgendwo unterbringen können. Dass manche Lärmprobleme nicht gelöst werden können ist eine ganz klare Sache. Da hätte ich aber eine Frage, weil ich jetzt gehört habe, dass dort wieder noch zusätzliche Wohnbauten geplant sind. Ob das unbedingt gut ist, weiß ich nicht. Ich gebe das nur zu bedenken, wenn man bei einem Spielplatz oder einer Sportfläche wieder Wohnbauten plant. Da würde ich eher vorschlagen, nur Sportflächen zu planen und um auf den Gastgeber zurückzukommen. Auch das Phönix-Institut hat keinen eigenen Sportplatz und dann gibt es seit neuesten in der Gudrunstraße die ATIB-Union. Das ist eine große Organisation von türkischen Zuwanderern und die wären sicher auch sehr interessiert daran, dort für ihre Jugendlichen die Möglichkeit zum Sport zu bekommen.

Cosic: Wer das Grätzl dort oben kennt, der weiß, es gibt eigentlich nur vor der Schule den Käfig, der abgesperrt ist für die Fußballspieler oder um in der Pause oder nach der Stunde hinauszugehen. Und der zweite Teil ist der offene Käfig, der den ganzen Tag zum Fußballspielen verwendet wird. Für die kleineren Kinder von 6 -10 Jahren ist das gar nicht möglich, weil wenn sie von einem Ball getroffen werden ist das gefährlich. Als Ort des Sportes musste es dementsprechend funktionieren, dass Vereinsbildung möglich ist, dass man die Leute dorthin bringt und man das organisiert. Denn was jetzt beim Käfig nicht funktioniert, ist genau das Problem: Alle sind an diesen Fleck gebunden, keiner kann woanders hin. Es gibt den nächsten Sportplatz auf der Quellenstraße oder vielleicht am Gürtel. Man will die Kinder von der Straße wegbekommen, in einen ordentlichen Sportverein bringt, wo man auch die Talente aussieben kann, wo das auch finanziell interessanter wird, denn wenn man den Eisring-Süd als Eisring wieder kennt, kommen auch wieder viel mehr Leute. Ich habe selber viele Kollegen aus dem Burgenland und Niederösterreich, die fragen mich, weil sie wissen, ich wohne da: ja geht das, kann man da wieder eislaufen ? Sie würden auch kommen, auch von draußen, nicht nur die in der Umgebung wohnen.

Szekeres: Mein Name ist Bandi Szekeres. Ich bin Radfahrer, ich würd´ zwar nicht im Kreis fahren auf diesem Eisring-Süd. Ich brauch immer ein Ziel, wenn ich wohin fahren will. Ganz zu reflektieren auf ein paar Punkte, die angesprochen wurden. Ich bin Bewohner dieses Triesterviertels bei der Quellenstraße und ich habe eine ganz andere Definition von Lärm. Ich schau runter auf den Matzleinsdorferplatz, also Lärm sind für mich die 67 000 Autos, die dort täglich vorbeifahren, die Bahn oder die MA48 oder die Flugzeuge, die genau drüber fliegen. Es ist angenehmer Lärm, die Kinder vom Alois Greb Park, der gleich daneben ist, zu hören beziehungsweise von der Volksschule in der Bernhardstalgasse und Sonnleitnergasse. Das heißt, es ist auf jeden Fall nötig, dass man da am anderen Ende des Viertels genauso eine große oder noch größere Fläche hat und den Kindern zur Verfügung stellt. Meine Frage ist jetzt: Wieweit kann man die Idee des Herrn realisieren, dass man die Flächen repariert, das heißt, wie schaut das vertraglich aus ?

Götz: Wir machen die Verwaltung im Auftrag der Gemeine Wien und ich kann diese Frage nur weitergeben an Frau Dr.Hoffmann von der MA51.

Szekeres: Es wird ja höchstwahrscheinlich so sein, dass das doch ein paar Jahre dauert, das heißt, dass man eine kurzfristige Zwischenlösung macht zum Beispiel auch für die Fußballspielenden von der Hauptschule. Parallel dazu wird es den Planungsprozess geben. Ein bisschen skeptisch bin ich, wie weit geht die Beteiligung von Spar ist. Sind sie an der ganzen Fläche beteiligt ? Weil dann werden sie daran interessiert sein, eine gewisse Größe der Verkaufsfläche zu haben und dementstrechend auch einen großen Parkplatz wollen. Leider ist es -muss ich ehrlich gestehen- eine Krankheit der Stadt, dass oft für die Autos eine größere Fläche praktisch versiegelt als dann für Kinder zur Verfügung steht zum Austoben. Danke.

Engelhart: Mein Name ist Marcus Engelhart. Ich wohne oben am Wienerberg in der Wasserturmsiedlung und bin vor einem Jahr in den Vorstand des Siedlervereins gewählt worden. Er umfasst 140 Mitglieder. Uns würde eine Einkaufsmöglichkeit sehr zugute kommen. Wir haben dort oben überhaupt nichts. Seit Jahren verlangen wir das, denn es ist vor allem für ältere Leute sehr mühsam, wohin zu kommen. Bei einer Planung wäre auch ganz dringend miteinzubeziehen eine Neuregelung der Kreuzung Raxstraße-Windtenstraße. Wenn sie versuchen, von der Windtenstraße nach links abzubiegen in die Raxstraße ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit, weil die Ampel ist weiter vorne, da gibt es eine Ampel für die Fußgänger. Für die Autos ist das derzeit sehr ungünstig geregelt. Dann haben sie erwähnt, dass die Essotankstelle wegkommen soll. Ob das gut oder schlecht ist, weiß ich nicht, aber Faktum ist, dass es dort oben auch keine Trafik gibt und diese Tankstelle auch gleichzeitig Trafik ist, die Zeitungen aber auch Zigaretten zu Trafikpreisen verkaufen kann. Das wäre auch mitzuüberlegen, ob es da nicht einen Ersatz dafür gäbe, eine eigene Trafik. Wenn Parkplätze kämen, müsste man auch eine neue Regelung von Parkplätzen für Besucher einbeziehen, sonst stellen sich dort vor allem die Pendler aus NÖ und dem Burgenland hin.

Gaal: Ich finde es wirklich sehr schade, dass niemand von der MA51 da ist. Deshalb bin ich aber sicher, dass das die Kollegin weitergeben wird. Was zum jetzigen Zeitpunkt dort rechtlich zu machen ist, da kann ich keine Auskunft geben. Was ich zum Herrn vom Siedlerverein sagen will bezüglich der Kreuzung Raxstraße-Windtenstraße. Ich werde das weitergeben an die Verkehrskommission bei uns im Bezirk. Die sollen sich das einmal anschauen. Ganz ehrlich, dass da eine Trafik in der Tankstelle und sonst keine ist bin ich etwas überrascht. Daran habe ich überhaupt noch nie gedacht, dass es ohne Tankstelle keine Trafik geben würde. Das war mir wirklich nicht bewusst, vielleicht weil ich auch nicht rauche. Aber dass es dann auch die nötigen Parkplätze für die Besucher geben muss, ist ganz klar und wird im Projektentwurf sicher dabei sein.

Endl: Jetzt darf ich auf jemand zurückgreifen, die sich noch nicht zu Wort gemeldet haben, von denen ich aber weiß, dass sie Profi sind und zwar Frau Hubauer und Herr Schuller von der Gebietsbetreuung. Mit ihnen bin ich schon lange Jahre in gutem Kontakt und sie betreuen auch das Triesterviertel und daher bitte ich euch: Sagt bitte auch was zu diesem Thema, weil ich weiß, das ist wichtig.

Schuller: Mein Name ist Siegfried Schuller und ich bin von der Gebietsbetreuung Favoriten, wie Herr Endl schon gesagt hat. Ich sehe in unserer Problematik der Stadterneuerung in diesen dicht bebauten Gebieten und das schließt solche Gebiete wie den Eisring natürlich mit ein, ich sehe auch da drinnen in diesem Ansatz gar nicht sosehr die punktuelle Spielplatzmöglichkeiten, sondern ich sehe die Lösung der Freiraumproblematik für diese Stadtteile und Stadtgebiete darin, dass man endlich beginnt, in Zusammenhängen zu denken. Viel wichtiger als einfach einen Platz zu sehen, einen Ort zu sehen und versuchen, dort ein Teilproblem zu lösen, wäre, solche Flächen zu vernetzen, sozusagen: eigentlich ist der Weg dazwischen der Multiplikator von Möglichkeiten, die es gibt für alle Menschen. Zum Beispiel, wie es der Herr beschrieben hat, es wäre doch ganz logisch, so einen Weg um die Schmelz anzubieten. Was kann es denn Besseres geben, denn der ist für viele Menschen nutzbar. Auch daher glaube ich, dass es nicht der Ansatz sein kann, dass man die ganze Gesellschaft in Kleingruppen separiert und macht für jeden irgendein Platzangebot. Das wird nie funktionieren, denn Urbanität ist genau das Gegenteil: das ist der Zusammenschluss all dieser Dinge. Die Qualität der Stadt ist die, dass man die ganze Stadt als System benutzen kann. Dann schaftt man ganz andere Freizeitangebote und -möglichkeiten. Und gerade hier im Bezirk stellen wir immer wieder fest, es ist tatsächlich so. Es gibt im Prinzip viele Orte, die vieles können, nur steht jeder für sich irgendwo eigentlich weit unter seinem Wert da. Und das ist meistens das Problem, weil er einfach isoliert ist. Es ist alles irgendwie voneinander abgeschnitten statt eben vernetzt zu sein. So einen Weg wie die Schmelz zu umrunden, da hätte Favoriten ganz andere Möglichkeiten. Favoriten beginnt da oben im Freizeitbereich am Wienerberg und könnte einen Pfad bieten hinunter bis zum Waldmüllerpark , vorbei wo der Herr Szekeres wohnt, entlang der Bahntrasse, das könnte Attraktivität bieten, die andere Bezirke bei weitem gar nicht darstellen können wegen der Größenverhältnisse und wegen der Gegebenheiten, die da sind. Es gibt im Waldmüllerpark herrliche Freiraumangebote, es gibt entlang der Bahntrasse wunderbares Freiraumgebot und das zieht sich hinauf bis zum Wienerberg und wenn man es ganz besonders klug macht, schließt man den neuen Zentralbahnhof Wien mit ein, der in seinem Herzen auch eine wunderbare Grünanlage kriegen wird und geht auf der anderen Seite wieder hinauf auf den Laaerberg. Es könnten da die Menschen eine Tagesreise durch Favoriten machen auf grünen Wegen, weitgehend unabhängig vom motorisierten Verkehr. Also diese Möglichkeiten sind im Prinzip alle da, man muss einfach nur beginnen, sie als Netz und im Gesamtzusammenhang zu sehen. Spannend ist es jedenfalls, ich habs gerade vorhin zu meiner Kollegin gesagt, bei uns hat vorhin eine Dame angerufen, die hat sich eine neue Wohnung an der Landgutgasse an den ÖBB-Grundstücken genommen und hat gefragt, ob die Bahnanlagen wegkommen, weil es vor ihrem Haus so laut ist. Das ist genau der Punkt: Wir können noch so viele schöne Wohnungen wo hinbauen, aber sie werden immer auch diese Probleme mitbauen, wenn sie nicht in Zusammenhänge denken. Sie wollte natürlich wissen, ob die Betriebsanlage der Bahn wegkommt.... In diesem Sinn wollte ich nur zu bedenken geben, dass man diese Dinge in Zusammenhänge sehen sollte, als lebenden Organismus. Ich glaube, dass man durch diesen Gedankenansatz viel viel mehr erreichen kann und viel mehr an Problemen vorbeigehend löst als man sie je an Einzelpunkten bewältigen wird können. Danke.

Endl: Ich hab´ ja gewusst, dass du sozusagen den Hintergrund zu unserem Thema etwas beleuchten kannst. Ich glaube, es ist bis jetzt ziemlich umfassend besprochen worden. Hat noch jemand einen Aspekt, den wir bis jetzt noch nicht beleuchtet haben, speziell was den Eisring-Süd betrifft, ohne ihn wie Herr Schuller gemeint hat, isoliert zu betrachten. Dass es auch einen Zusammenhang im Sozialbereich gibt, das prägt ja alles die Atmosphäre in einem Grätzl, das noch dazu in einem Riesenbezirk beheimatet ist, neben den beiden sehr befahrenen Straßen Raxstraße und Triesterstraße. Ich wollte noch erwähnen, mir ist von einer Wiener Planungsabteilung geraten worden, wir sollten darauf als Triesterviertler und Triesterviertlerinnen pochen, dass wir schon sehr viel Verkehrsbelastungen tragen und wir ein bißchen Entgegenkommen erwarten dürfen, was die Erhaltung der noch vorhandenen Lebens- und Wohnqualität betrifft. Und das vor allem auch im Namen der Kinder, denn darum geht es ja letzten Endes. Ich glaube, das hat Herr Stoff sehr gut gesagt und zwar aus Sicht der Exekutive, der weiß, wir wollen nicht eingreifen, wir wollen, dass vieles im Vorfeld geschieht, damit wir als Polizei gar nicht eingreifen müssen. Damit nicht alles nach der Polizei ruft als Löser aller Probleme. Genau diese beiden Polizisten, die hier sind, sind Vertreter der Ansicht, dass schon im Sozialbereich viel mehr geschehen muss, damit sie nicht eingreifen brauchen und sie sich daher auch sozial sehr engagieren. So, wenn zum Thema Eisring von ihnen aus nichts mehr an Wortmeldungen kommt, dann möchte ich die Gelegenheit auch dazu benützen dass uns Herr Kurt oder Herr Kucera über das Haus und das '''informieren. Ich glaube, dass alle, die hierhergekommen sind, wissen wollen: wo waren wir da eigentlich ?
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Nachbemerkung von Fritz Endl:

Ermutigt durch diese Veranstaltung bemühe ich mich derzeit (Juni 2007) um den Aufbau einer Initiative, die sich in die Planungsarbeiten des Eisring-Süd-Projektes „einmischt“. Deshalb habe ich Herrn Cosic vom Elternverein der VS-Knöllgasse, Herrn Derflinger von der KMS-Knöllgasse und die "Gebietsbetreuung STERN" zu einem Planungsgespräch im Sommer eingeladen. Außerdem habe ich auch die "Mobile Jugendarbeit Back on Stage 10“ ersucht, Jugendliche ausfindig zu machen, die bereit zur Mitarbeit sind.

Großen Wert werden wir von der Plattform „MACH MIT! Im Triesterviertel“ einerseits weiterhin auf möglichst große Transparenz und Parteiunabhängigkeit bei allen Aktivitäten legen, andererseits aber auch um sachliche Gespräche mit VertreterInnen aller Parteien des Bezirks bemüht sein, im Interesse des „Triesterviertels“. (siehe auch MachMitTagebuch)

Interessenten an der Teilnahme von Aktivitäten oder an Informationen über Aktivitäten der Initiative „Pro Eisring-Süd“ senden mir bitte eine eMail ( MAIL fritz.endl (AT) gmx.at)

Sagen Sie es bitte auch weiter. Je mehr Öffentlichkeit wir erreichen, desto größer sind die Chancen, dass sich auch PolitikerInnen für unser Anliegen engagieren. Die beim Wasserturm über Jahrzehnte praktizierte Tradition des Sportes für möglichst viele Menschen soll im Sinne der Volksgesundheit und auch im Interesse einer funktionierenden Zivilgesellschaft erhalten bleiben bzw. wiederhergestellt werden !