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siehe NeueArbeit/public/Workshop4Nov06

  1. ZwangZurArbeit
  2. SubstantielleUnterstützung
  3. JenseitsVonArbeit
  4. EinstellungZurArbeit

Die Fragen klingen so, daß Helmut Leitner, unser Wiki Provider, mit Recht fragte: "Ist das Wolkenkuckucksheim oder eine ernstgemeinte systemische Frage?"- Die Fragen sind systemisch ernst gemeint, indem sie versuchen, etwas sichtbar zu machen.

Die neue Arbeit, wenn wir einmal unterstellen es könnte sie über die heutigen Ansätze hinaus als politische und ökonomische Bewegung oder als Teil einer solchen Bewegung wirklich geben, ist konfrontiert mit einer Realität, die es trotz vieler realer Voraussetzungen es noch immer unglaublich schwer macht, ihre Intentionen von heute auf morgen in große, sichtbare praktische Realität umzusetzen. Zugleich ist sie auch damit konfrontiert, daß sie damit auch leicht etwas Sektenhaftes, eine Form der Gläubigkeit annimmt, die bekanntermaßen leicht mißbraucht werden kann. Wenn man so will, sind die Fragen ein Test, der es uns leichter macht, mit beiden Gefahren umzugehen. Wir wollen wissen, was wir wollen, und das zeigt sich *auch* besonders gut an hypothetischen Fragen dieser Art.

Dann möchte ich, nicht als Wiki Provider, sondern als jemand der sich in einem Zweig "public" angesprochen fühlt, fragen wer denn dieses "wir" ist und an wen sich denn diese Frage richtet. Ist es doch recht häufig so, dass sich bei solchen Fragen - aus verschiedensten gründen - niemand so recht angesprochen fühlt, die deshalb zu rhetorischen Fragen verkommen, die im Raum stehen bleiben und wo der Fragende noch das Gefühl hat, er wird allein gelassen. Derjenige der innerhalb steht, hat das Problem mit Führungsfragen konfrontiert zu sein, die er nicht gewohnt ist, und wo viele sich scheuen, sich darauf einzulassen. Derjenige, der wie ich außen steht, hat diese Probleme nicht, weiß aber, dass er im Grunde nicht zu dem "wir" gehört. Ich sehe hier ein sozial-kommunikatives Problem. Jedenfalls möchte ich deponieren, dass ich kein Problem hätte, zu SubstantielleUnterstützung einen systemisch-musterorientierten Vorschlag zu skizzieren. Ich tue das aber nicht ohne das Gefühl, dass es erwünscht ist und nicht ohne Notwendigkeit. -- Helmut

Nun, mit "wir" meine ich die Leute in Graz, Wien und darüber hinaus, die sich durch die Ideen von Frithjof Bergmann angesprochen fühlen. Ich möchte aber betonen daß es durchaus Menschen gibt die sich nicht unbedingt "der Neuen Arbeit zugehörig fühlen" und die einen wichtigen Beitrag leisten können. Ich arbeite ja darauf hin, dieses Phänomen "Neue Arbeit" einzugemeinden in einem Verbund kulturell kreativer Denkrichtungen, die einander stärken und unterstützen können. Insoferne bin ich gespannt auf Deine Antwort, please feel free, and everybody else too. Die Fragen sind entstanden in Dialogen mit H PeterFriedl und ElfriedeGerdenits und sollen gerade dazu führen, daß sich dieses "wir" überhaupt erst klärt... -- Franz

Mmmh, das Problem ist nur, wir wissen mittlerweile, dass sich in bestimmten Angelegenheiten der virtuelle Raum sehr stark vom realen Raum unterscheidet. In Bezug auf den Konsens haben wir das einigermaßen aufgearbeitet in GründerWiki:KonsensGruppe (bzw. MeatBall:ConsensusGroup). Ein verwandtes Problem scheint mir bei einer identitätsstiftenden Frage vorzuliegen - virtuell kann das so imho nicht funktionieren. Vielleicht weil hier auch eine Konsenssuche zugrunde liegt, die eine Fassung der Beteiligten benötigt. Diese ist im realen raumzeitlich möglich (etwa bei einem Workshop oder einer Konferenz), im virtuellen Raum ist das nicht gegeben und könnte allenfalls durch eine ähnlichwirkende soziale Konstruktion ersetzt werden. Etwa eine "new work identiy group" von Leuten, die sich identifizieren und die bereit sind mit Rhythmus und Verbindlichkeit an einem Konsens zu arbeiten, und die sich der Akzeptanz der Gesamtcommunity sicher sein können. Du kannst das mit Eintritts- und Austrittsmöglichkeiten öffnen. Aber du brauchst diese Konstruktion, bevor du mit der Arbeit beginnst. Sonst ist die soziale Situation so ungeklärt, dass es praktisch unmöglich ist teilzunehmen. -- Helmut

Die Workshops gab es, wo eigentlich recht viele Leute teilgenommen haben, und es gibt in Graz und Wien auch eine Vereinsgründung in Vorbereitung. Frithjof Bergmann spricht immer von "wir, die Neue Arbeit", und er meint dadurch daß sich relativ viele Leute von ihm begeistern lassen, auch etwas in Gang zu setzen in dieser Richtung. Ich möchte das gerne so stehen lassen und es den einzelnen Leuten überlassen, wie sehr oder wie wenig dieses "wir" für sie verbindlich ist. Ich könnte ja auch sagen: wenn den New Work Leuten heute jemand Geld schenken würde, dann ginge so viel Streit auf einmal los, daß sofort die ganze Bewegung in die Luft flöge. Deswegen ist es gut. solche Situationen zu simulieren, um ein tragfähiges "wir" überhaupt erst zu erzeugen....

Na ja, vielleicht hast du Recht. Man kannst ja versuchen. Ihr solltet jedenfalls möglichst viel von den Hintergründen, den Diskussionen, Problemen und Zweifeln darstellen.