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Hans Gert Graebe / Seminar Wissen /
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Stilometrie, Komparistik und digitale Textanalyse.

Termin: 7. Juni 2016, 15.15 Uhr

Ort: Seminargebäude, SG 3-10

Thema: Stilometrie, Komparistik und digitale Textanalyse.

Vortrag und Diskussion mit Carolin Gmyrek.

Ankündigung

In einem literarischen, aber auch in Sachtexten kommen viele verschiedene Merkmale zusammen, die den Text, aber auch den Autor oder die Entstehungsphase beschreiben können. Diese Merkmale zu erfassen, den Text in Zusammenhang verschiedener Kulturen und Zeitepochen zu analysieren, ist eine von vielen Aufgaben der Literaturwissenschaft.

Während in der Komparistik – der vergleichenden Literaturwissenschaft – das Augenmerk auf der Umgebung und der Sprache des Textes liegt, auf den behandelten Thematiken, den Motiven sowie der Intertextualität, untersucht die Stilistik zu gleichen Teilen linguistische wie auch literarische Merkmale.

Auch wenn durch verschiedene mathematische und theoretische Methoden ein breites Spektrum stilistischer Untersuchung von Texten möglich ist, wurden die Fragen nach rein objektiven Analysen nicht geklärt. Der große Anteil von subjektiven Interpretationen und Wertungen erschwert die rein mathematischen Ansätze und quantitativen Analysen.

Diese Problematik macht die Entwicklung von digitalen Textanalyseprogrammen schwierig. Während mathematische Analysen auf sprachlicher Ebene bereits in verschiedenen Tools entwickelt und verwendet werden (TextGrid, Voyant), diskutieren Forschungsverbünde wie DHd (Digital Humanities im deutschsprachigen Raum) über die Möglichkeiten weiterführender Textanalysen auf inhaltlicher Ebene, zum Beispiel über die Stichwortsuche mit anschließender Wort- und Wortumfeldanalyse.

Zur anschließenden Diskussion werden Fragen nach der Trennung von subjektiven und objektiven Ansätzen in der Textanalyse gestellt, sowie der Versuch der Trennung von Text, Meta-Text und Einflüssen während der Texterstellung und der Einfluss des Autors thematisiert. Eine letzte Frage soll sich nur kurz um die Möglichkeit drehen, mit verschiedenen Methoden von mathematischen und inhaltlichen Textanalysen die Frage nach Autorenschaft und dessen Einflüsse zu klären.

Quellen:

  • Kelih, Emmerich: Geschichte der Anwendung quantitativer Verfahren in der russischen Sprache, Hamburg 2008
  • Spillner, Bernd: Linguistik und Literaturwissenschaft. Stilforschung, Rhetorik, Textlinguistik, Stuttgart 1974
  • Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, http://dhd-blog.org/
  • Uni Göttingen: Literatur Rechnen, http://litre.uni-goettingen.de/index.php/Hauptseite
Carolin Gmyrek, 31.05.2016


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