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Hans Gert Graebe / Philo Debatte /
2020-07-22


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Forum Technik und Philosophie

22.07.2020, 15-18 Uhr
Privat, Herwigstraße 30, 04279 Leipzig (Strb. bis Moritzhof oder S-Bahn bis Connewitz)

Vortrag und Diskussion

Singularität der künstlichen Intelligenz: Zwischen der Erklimmung einer neuen Stufe oder dem Umschlag von Quantität und Qualität

im Rahmen des Forums "Technik und Philosophie" an der Universität Leipzig.

Ankündigung

Prof. Manfred Wetzel wird zu Gast sein und das neue Buch von Prof. Irrgang [1] in seiner Grundargumentation kurz vorstellen und kritisch kommentieren. Weiterhin werden Yaoli und ich unseren Text [2] (bzw. das, was wir bis dahin ausgearbeitet haben), vorstellen und diskutieren.

Ich freue mich über zahlreiches Erscheinen. Interessierte können wie immer gern eingeladen werden, um Rückmeldung wird aber gebeten, damit auch der Kuchen reicht :D.

[1] Bernhard Irrgang. Roboterbewusstsein, automatisiertes Entscheiden und Transhumanismus. Anthropomorphisierungen von KI im Licht evolutionär-phänomenologischer Leib-Anthropologie; Würzburg 2020; 324 S.; ISBN 978-3-8260-6907-9

KI und Robotik werfen neue Fragen epistemologischer Art auf, die im Kontext einer Philosophie des Geistes wie der Ethik diskutiert werden. Epistemologische Überlegungen zu möglichen Formen von Intelligenz und Bewusstsein zeigen, dass von ihrer Genese und ihrer Struktur, also ihrer Phänomenologie her, drei Arten von Intelligenz unterschieden werden sollten, evolutionär generierte, kulturell-sprachlich eingebettete und technologische. Sie dürfen nicht miteinander identifiziert werden, es gibt aber Übergangsformen. Um Intelligenz, Bewusstsein und Mentales einzelwissenschaftlich wie philosophisch verstehen zu können, sollte die Reflexion der algorithmischen Struktur von KI unter Berücksichtigung der Philosophie des Geistes mit Ansätzen der Erforschung der Evolution kognitiven und kommunikativen Verhaltens, der Neurowissenschaften und Psychologie sowie einer evolutionären Kulturanthropologie multiperspektivisch in einem Konflikt der Interpretationen geklärt werden. ( Quelle)

[2] Grenzgänge: Von Menschen zu smarten Maschinen - und zurück?

Abstract: Zentrale Begriffe in der heutigen KI-Debatte, wie z.B. Intelligenz, Information, Code, Funktion und Selbstorganisation, werden nicht selten im interdisziplinären Diskurs unterschiedlich definiert und verwendet. In ihrer historischen Entwicklung kurz dargestellt, werden wir Gemeinsamkeiten und Unterschiede ermitteln. Diese Offenlegung der Bedeutungsumfänge ermöglicht Grenzgänge von Menschen zu smarten Maschinen. Jenseits des Mythos der guten bzw. bösen KI als „Gespenst in der Maschine“ muss man fragen, was wir überhaupt von maschineller Intelligenz erwarten, oder vielmehr, was wir überhaupt erwarten dürfen. Diese Erwartungshaltung fordert eine generelle Betrachtung der Entwicklung der Technik und des Menschen ein. Sowohl der Intelligenz- als auch der Technikbegriff sind auf Sichtweisen reduziert, welche sich auf funktionale Abläufe konzentrieren und Menschen auf Maschinen verkürzen. Versucht man dagegen den Menschen in seiner intersubjektiven Konstitution zu begreifen, dann könnte das technische Mittel des „ALS OB“ in seiner Prozessualität Möglichkeiten zu Verfügung stellen, welche die Handlungsspielräume des Menschen in seiner sozialen Praxis erweitern können.

Nadine Schumann, Yaoli Du, 10.07.2020

Bericht


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