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Hans Gert Graebe / Leipziger Gespraeche /
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11. Interdisziplinäres Gespräch: Hegel-Logik und Systematisches Erfinden – die TRIZ-Methodik

Das

11. Interdisziplinäre Gespräch: Hegel-Logik und Systematisches Erfinden – die TRIZ-Methodik

bildet den Höhepunkt und Semesterabschluss des Moduls "Kreativität und Technik".

Termin: 1. Juli 2016, 10–16 Uhr
Ort: Universität Leipzig, Paulinum, Augustusplatz 10, Raum P-502

mit Impulsbeiträgen
  • Auf dem Weg zu einer Theorie der Innovation. TRIZ als eine Anwendung von Hegels Logik im Ingenieurbereich von Justus Schollmeyer (LIFIS Berlin).
  • Normung von TRIZ: Stand und Ziele von Prof. Dr. Kai Hiltmann, FH Coburg.
  • Den Kreativprozess planbar machen - Vergleich und Einordnung von TRIZ. Dr. Kyrill Meyer, Informatik, Uni Leipzig.
Mit diesem interdisziplinären akademischen Gespräch wird die im Herbst 2011 begonnene Reihe akademischer Reflexionen über die Umbrüche unserer Zeit fortgeführt.

Die Reihe der Interdisziplinären Gespräche am Institut für Informatik wird unterstützt vom Institut für angewandte Informatik (InfAI), dem MINT-Netzwerk Leipzig sowie der Research Academy Leipzig.

Links:

Folien: Weitere Beiträge zur Thematik des Gesprächs:
  • Dietrich Dörner (2013): Gibt es künstliche Intelligenz? LIFIS-Online 13.12.2013.
  • Axel Popp (2006): Dialektische Widersprüche in der TRIZ-Methodik. triz-online-magazin ausgabe 2-2006. ( pdf)
  • Justus Schollmeyer (2016): ProHEAL – On a Nearly Forgotten Development of Altshuller's TRIZ. Beitrag zur TRIZCON 2016. ( pdf)
  • Justus Schollmeyer (2016): Contradiction Oriented Methods of Invention. Manuskript. ( pdf)
  • Rainer Thiel (2008): Erfinderschulen der DDR – Silbernes fürs ganze Deutschland. In: H.-G. Gräbe (Hrsg.), MINT - Zukunft schaffen. Innovation und Arbeit in der modernen Gesellschaft. Leipziger Beiträge zur Informatik, Band 32. Leipziger Informatik-Verbund, Leipzig 2012. urn:nbn:de:bsz:15-qucosa-81933. ( Separatum)
  • Rainer Thiel (2016): Erfinderschulen – Problemlöse-Workshops. Projekt und Praxis. Manuskript. ( pdf)
  • Rainer Thiel (2016): Hegel, Altschuller, TRIZ. Zehn Anmerkungen. Manuskript. ( pdf)
  • Rainer Thiel (2012): Kurzer persönlicher Rückblick auf die Geschichte der Erfinderschulen. Manuskript. ( pdf)
Ankündigung

Computer (samt ihrer peripheren Einheiten) sind von ihrem grundlegenden Konzept her zunächst nur dafür geeignet, wohl etablierte und genau beschriebene Prozesse mit hoher Ausdauer und Beharrlichkeit auszuführen. Die genaue Beschreibbarkeit ist erforderlich, da sich das Funktionieren moderner Computer auch heute noch letztlich auf das Füttern einer oder mehrerer CPU mit Anweisungen zur Verarbeitung von Daten aus dem jeweiligen Speicher reduziert. Es ist bekannt, dass dabei ein kleines Instrumentarium von Befehlen für die Turing-Vollständigkeit ausreicht und damit alle solchen Maschinen im Prinzip alle nur denkbaren Algorithmen ausführen können (Churchsche These).

Es ist und bleibt spannend zu sehen, zu welchen komplexen Leistungen derart auf den ersten Blick primitiven Systeme in der Lage sind. Im 10. Interdisziplinären Gespräch und danach stand das Thema "Künstliche Intelligenz" auf der Tagesordnung, über das wir uns der Frage zu nähern versuchten, wie das Entstehen derart komplexer Wirkmechanismen in Systemen aus einfach gebauten Elementen gefasst werden kann. Es stellte sich dabei als schwierig heraus, derartige Logiken im Sinne einer Zweck-Mittel-Dichotomie primär unter einem funktionalen Aspekt zu fassen und soziale, technologische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Interessen und Zwecksetzungen allein als äußerliche Faktoren zu betrachten.

Ingenieuren und professionellen Erfindern sind derartige Widersprüche beim Zusammenfügen von Komponenten technischen Verfahrenswissens zu konstruktiven Lösungen vorgegebener Problembereiche gut bekannt, dem in technologisch stabilen Zeiten vor allem mit einem gehörigen Schatz an Erfahrungen beizukommen ist. In Zeiten eines schnellen technologischen Wandels werden derartige Erfahrungen allerdings schnell entwertet und damit der Blick auf systematisch-methodische Aspekte des Erfindens selbst geschärft. Mit TRIZ kommen dabei in den letzten Jahren auch im VDI – Verband Deutscher Ingenieure – methodische Ansätze zu neuen Ehren, die ihren Ursprung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der russischen Erfinderschulszene um G.S.Altshuller haben und in der KdT-Erfinderschulbewegung der DDR seit Ende der 1970er Jahre erfolgreich angewendet und weiterentwickelt wurden. Prof. Hiltmann ist federführend an der Erarbeitung der TRIZ-Richtlinie des VDI beteiligt.

Spannend an den aktuellen Entwicklungen ist vor allem, dass sich theoretische Reflexionen im Umgang mit Widersprüchen in der Refundierung philosophischer Zugänge zu Beschreibungsformen einer sich widersprüchlich entwickelnden Welt und Formen im praktischen Umgang mit solchen Widersprüchen in anspruchsvollen ingenieurtechnischen Aufgabenstellungen (informationstechnische Aufgabenstellungen eingeschlossen) treffen und gegenseitig befruchten.

Eine solche Debatte wollen wir auch in diesem Interdisziplinären Gespräch führen. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch.

Links:

  • KdT = Kammer der Technik, eine dem VDI vergleichbare Ingenieurorganisation in der DDR
  • Jürgen Stahl (2014): Konstruktion - Antizipation und gestaltende Fähigkeit des Subjekts. Lifis-Online.
Hans-Gert Gräbe, 22.05.2016

Ablauf

  • 10-13 Uhr: Teil 1: Impulsreferate. Diskussion.
  • 13-14 Uhr: Mittagspause.
  • 14-16 Uhr: Teil 2: Fortsetzung der Diskussion.
Teilnehmer

  • Dr. Romy Elze, Informatikerin, Uni Leipzig
  • Hanna Fiegenbaum, Philosophin, HU Berlin
  • Witold Fischer, Historiker, Jena
  • Wolfram Fischer, Ingenieur, Chemnitz
  • Dr. Lars Göhler, Indologe, Leipzig und Uni Köln
  • Prof. Dr. Hans-Gert Gräbe, Informatiker, Uni Leipzig
  • Prof. Dr. Heinrich Herre, Informatiker, Uni Leipzig
  • Prof. Dr. Kai Hiltmann, Maschinenbauer, FH Coburg
  • Ken Kleemann, Philosoph, Uni Leipzig
  • Yaoli Du, Uni Leipzig
  • Gaston Lubetzki, Jurist, Leipzig
  • Prof. Dr. Claudia Mareis, Kulturwissenschaftlerin, HU Berlin und FHNW Basel
  • Dr. Karl-Michael Meiß, Arnold-Sommerfeld-Gesellschaft Leipzig
  • Dr. Kyrill Meyer, Informatiker, Uni Leipzig
  • Johannes Schmidt, Master Lehramt, Uni Leipzig
  • Justus Schollmeyer, Philosoph, Berlin
  • Dr. Rainer Thiel, Philosoph, Storkow
  • Jacob Wagner, stud. phil., Uni Leipzig
  • Manfred H. Wolff, Physiker, Arnold-Sommerfeld-Gesellschaft Leipzig
Unterstützer der Veranstaltung


Institut für Informatik


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