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Dorf Uni Zwei Null


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ein Projekt von Labor GIVE mit SERI

Siehe auch: SmartCountry, SmartCountry/BreitbandAmLand.

Projekthintergrund: Was ist die DorfUni oder auch DorfUniZweiNull ?

Die wahrscheinlich wichtigste Komponente im Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft sind Lösungen, die an sehr vielen verschiedenen Orten lokal geschaffen und betrieben werden können. Technische und soziale Innovationen erlauben in unserer heutigen Welt eine noch nie Dezentralisierung und steigende Kompetenz von Gemeinden und lokalen Initiativen. Damit verbunden ist die zunehmende Fähigkeit, Probleme und Folgewirkungen nicht mehr zu externalisieren, sondern am Ort ihres Entstehens zu lösen. Die Gemeinde von morgen ist "smart", koordiniert und vernetzt Prozesse, erkennt und benutzt ihre Potentiale und schafft Kaskaden von Wohlstandseffekten durch besseres Zusammenspiel ihrer Akteure, Bürger, Betriebe, Stoff- und Energiekreisläufe. x

Während in großen Städten spezialisierte Strukturen dominieren, herrscht vor allem in kleineren Gemeinden ein großer und oft unerfüllter Bildungsbedarf, denn hier hängt sehr viel von den Einzelnen und ihrer Selbstorganisation ab. Zugleich hängt das Überleben einer Region, einer Gemeinde, einer Berufsgruppe an genau dieser Selbstorganisation und der Fähigkeit, auch mit viel weniger Menschen ein den Städten gleichwertiges Lebensniveau zu schaffen. Ohne ein deutliches Mehr an Bildung geht das nicht.

In den letzten Jahren wurden an verschiedenen Orten Österreichs und darüber hinaus von einzelnen Gemeinden bahnbrechende Innovationen geschaffen. Noch stellen diese weithin "positive Ausnahmen" dar, sei es auf dem Gebiet der Energie, des Bauens, der Landwirtschaft und Landhege, der produzierenden Gewerbe, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, des sozialen Zusammenlebens. Doch werden diese Ausnahmen immer mehr beachtet und das Bedürfnis es ihnen gleichzutun wächst. Gleichzeitig ist Wissenstransfer schwierig und aufwändig.

Hier hakt unser Projekt ein; es zielt auf die intensivierte Vernetzung bildungsbewusster Dörfer und Kleinstädte mit Wissensbasen und Orten gelebter Nachhaltigkeit. Diese treten untereinander in einen offenen Dialog, auf der Grundlage der Einsicht, dass Wissen mehr wird wenn man es teilt.

Das Internet kann als Dialogmedium, als Träger für fruchtbaren Austausch und Lernen genutzt werden. Schön langsam schließt sich ja die "Breitbandlücke" und verlässliche und gute Verbindungen werden an immer mehr Orten möglich. Wir wollen machen mehr draus machen als ein Trägermedium für Fernsehen, Surfen und Telefonieren, wir wollen Fenster zur Welt öffnen und damit zugleich auch lokale Begegnungsräume schaffen. Deswegen kommt es aufs Format an.

Die von uns geplante "virtuelle Akademie" kreiert neue Räume, in denen sich die digitale und die analoge Welt in vielen Formen wechselseitig befruchten. Grundsätzlich ist die gemeinsame Teilnahme, die gemeinsame Rezeption, die gemeinsame Reaktion entscheidend.

Breitbandige Internetanbindung von 'fliegenden Klassenzimmern' in ländlichen Gemeinden soll so den Wissensaustausch zwischen Stadt und Land, aber auch zunehmend zwischen den Hotspots nachhaltiger Entwicklung im ländlichen Raum drastisch befördern.

An den Zugangs- und Lernorten in Dörfern und Kleinstädten (und das kann ein Saal eines Gasthauses genauso sein wie der Verrsammlungsraum der freiwilligen Feuerwehr) wird gemeinsam angeschaut, zugehört, diskutiert, geantwortet. Wie bei einer Fernsehübertragung soll es dabei lebendig zugehen. Das ist technisch und organisatorisch eine große Herausforderung.

Das Medium der Videokommunikation ermöglicht beides: einen niedrigschwelligen Zugang sowie eine neue Qualität und Anschaulichkeit von Vorträgen und Diskussionen - durch eine plastische visuelle und menschliche Komponente die die technischen Infrastrukturen (und ihre Kinderkrankheiten) letztendlich in den Hintergrund drängt. Es ermöglicht aber auch eine neue Qualität an raumübergreifender Interaktivität. Nachfragen, Diskussionen und Auseinandersetzung können synchron mit der Wissensvermittlung einhergehen.

Dieses gemeinsame Lernen fördert gemeinsames Handeln und partizipative Prozesse, wertet ländliche Lebensräume kulturell und intellektuell auf, ermutigt zu eigenständigem Experiment, Entwicklung und Wissensweitergabe in nachhaltiger Produktion und Lebensraumgestaltung. Aus passiven Zuhörern sollen immer mehr aktive Mitgestalter werden. Die virtuelle Community erbringt ständig steigenden lokalen sozialen Mehrwert.

Projektstrategie: Wie und mit wem wollen wir die DorfUni realisieren?

Wir sehen in der DorfUni eine Bildungseinrichtung neuen Typs, die der wachsenden Bedeutung zivilgesellschaftlicher Prozesse in einer Gesellschaft im Wandel entspricht. Im Unterschied zur traditionellen staatliche Bildung geht es um die Neugestaltung sozialer Beziehungen und humanökologischer Systeme unter dem Primat der Nachhaltigkeit und der Selbstorganisation. Wir betrachten jedes Dorf, jede Gemeinde, jede Region als Laboratorien des Wandels, und jeden Erfolg, jede Errungenschaft, auch jeden Misserfolg und jede Erfahrung als essentiell für den Fortschritt aller. All unser Tun steht in Resonanz und jeder baut die Welt der anderen mit.

Mit der DorfUni wollen wir daher eine Keimform schaffen für etwas, was in seiner Entwicklungsdynamik sehr viel größer werden kann und soll. Wir fangen nicht beim Punkt Null an, Versuche in dieser Richtung gibt es seit geraumer Zeit, aber wir wollen von vorneherein ein soziales Netzwerk aufbauen, das viel mehr an Unterstützung und Inhalten mobilisieren kann als bis dato möglich war.

Wir werden klein und mit vorsichtigen Schritten beginnen; im ersten Schritt, den wir bei Netidee zur Förderung eingereicht haben, geht es um wenige Pilotgemeinden und -orte, die Modellcharakter haben und entsprechend der Erfahrungen adaptiert werden. Nach Projektende sollen ähnliche Veranstaltungen von einer größeren Zahl an weiteren aktiven Gemeinden weitergeführt werden. Bereits während der Projektlaufzeit werden weitere lokale AkteurInnen und zivilgesellschaftliche Netzwerke kontaktiert und eingebunden, um die Projektentwicklung strategisch zu diskutieren und die Projektperspektiven mit weiteren ImpulsgeberInnen abzuklären.

Projektaufbau: Sammlung und Recherche

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